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Wilhelm von Boddien

 

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Delattre schrieb am 19. April 2010 um 18:32
Nein, so geht es einfach nicht. Pardon, ich habe jetzt sicher nicht die Zeit auf jeden in diesem Gästebuch veröffentlichten Unsinn eingehen zu können. Die Komplexität der Architekturgeschichte lässt sich nicht in einfache - ideologische - Schubladen pressen. Manche der notorischen Erneuerer sind schlicht blind geworden gegenüber der Baugeschichte. Mit ihrer - pardon - Verblendung verhindern sie ein intelligentes Gespräch über das Bauen; über die Wiederherstellung einer vernünftigen Balance zwischen Geschichte (vor 1933!!!) und Erneuerung. Das in den 30er Jahren von Ernst Neufert geschriebene Buch \"Bauentwurfslehre\" sollte nach Auffassung von Albert Speer die Grundlage für den Wiederaufbau nach dem Krieg sein. Nach Speer ermöglichte der neue serielle und industrialisierte Wohnungsbau einen zügigen Wiederaufbau der im Krieg zerbombten Städte. In seinem Vorwort lobte Albert Speer diese Architektur der neuen Wohnmaschine -\"Der Mensch, das Maß aller Dinge\"-. Die in der NS-Zeit entwickelten Pläne hatten einen nicht unbedeutsamen Einfluss auf die Wiederaufbauplanung der Städte in Ost- und Westdeutschland nach 1945. Abschließend erlaube ich mir hier u.a. auf die Bücher von Durth, Werner (\"Deutsche Architekten 1900...1970) Jörn Düwel, Gert Kähler und Burcu Dogramaci (Gustav Oelsner Stadtplaner und Architekt der Moderne) zu verweisen. Vielleicht können einige Kritiker dann eher nachvollziehen, warum meiner Auffassung nach die Rekonstruktion einzelner (historisch und kulturell bedeutsamer) Bauten durchaus vertretbar; mehr noch schlicht notwendig ist.
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