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Wilhelm von Boddien
maus
schrieb am 31. März 2010 um 11:32
@Mitte ins Herz
Nun wer den Faden hier unten liest erkennt doch wie Begriffe, die aber leider kaum hinterfragt wurden, “gebetsmühlenartig” immer wieder von neuem auftauchen, allerdings ohne sie weiter ausführen zu können als dahingehend zu sagen: „Das ist schön“.
Während andererseits immer neues Material zum Nachdenken angeführt werden kann, wie bspw. die Arbeiten von Dieter Wieland.
Mit Ihrem Statement hier unten relativieren Sie aber nur scheinbar.
Aber zur Erinnerung, wie der
„Kampf um die größtmögliche Umsetzung einer Annäherung an die wunderschöne alte Formgebung“ aussieht (um Ihre Worte zu gebrauchen), wiederhole ich noch einmal das, was Sie scheinbar keine „Nerven“ gekostet hatte.
Zitat:
„Ich nenne das \"architektonisches Parasitentum\", was die \"Moderne\" heute verbricht. […]“
„…um sich dort dann parasitär (gleich einem Wirtskörper, den sie befallen kann) in den Vordergrund spielen zu können…“
„…sich selbst auferlegtem Dictus, keine Kleinteiligkeit, keine Verspieltheit, keine Zurückhaltung, vor allem aber: Schönheit ist Sünde! ...“
„…peinliches Degenerationsstadium …“
„ … deshalb drängt sie sich in den Vordergrund, wo immer sie vom Glanz vergangener Epochen profitieren kann…“
***
Politische Entscheidungen wurden auch auf Grund von Manipulationen dieser Art getroffen. Verzeihen Sie, aber es gibt viel zu wenig Menschen, die Einspruch erheben, vor allem jene, die es wissen müssten. Auch wenn sich das Projekt im Bau befindet, ist es gut und richtig, solche Äußerungen nicht unkommentiert stehen zu lassen, sonst käme der Leser noch auf den fatalen Gedanken hier allgemeinen Konsens wahrzunehmen.
***
Zitat (2108):
„Dort in Spanien, in Toledo
Sprengte man den Alcasar
Aufgebaut ist er als Credo:
Spanien, neu und wunderbar!“
De Alcazar Taucht auch hier als Beispiel auf: http://berliner-schloss.de/de/Rekonstruktionen.htm
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Vielleicht hat der Leser aber einmal nachgesehen, zu welchem „medienwirksamen Zweck“ der Wideraufbau (im Jahre 1940!) genutzt wurde.
S.4-7: http://www.awro.wiso.uni-erlangen.de/artikel/brinkmann01.pdf
von dieser Seite: http://www.awro.wiso.uni-erlangen.de/
Interessant ist die propagandistische Verwertung, auch im Deutschland der 30er und 40er Jahre. http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_des_Alc%C3%A1zars_von_Toledo
http://de.wikipedia.org/wiki/Erinnerungskultur
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichtspolitik
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Was lassen Sie den Leser über „Alcazar“ und „das Parasitentum der Moderne“ hinaus weiterhin wissen, was zum „Kampf um die größtmögliche Umsetzung einer Annäherung an die wunderschöne alte Formgebung“ beitragen mag?
Grüße