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Wilhelm von Boddien

 

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FreiburgerJurist schrieb am 29. März 2010 um 13:54
Sehr lustig wieder mal von meinem Lieblingsgegner zu lesen. Aber ich verspüre keine Lust darauf ellenlang zu antworten, da es sich bei Ihnen ja sowieso nicht zu lohnen scheint. Darum nur ein paar Anmerkungen für die anderen Leser: 1. Ihre Vergleiche mit dem Ausland mögen ja stimmen, nur haben Sie dabei die Zerstörung der deutschen Innenstädte vergessen. In Paris oder London verträgt die Stadt Neubauten hier und da, aber 100 historische Bauten umher fangen dies wieder auf. Auf der grünen Wiese gerne, aber nicht in unseren sowieso geschundenen Stadtkernen (Bitte keine Anmerkungen, dass die Deutschen ja selbst schuld sind, da ich und fast alle anderen Rekonstruktionsbefürworter ganz sicherlich nicht schuldig sind). 2. Das Bauhaus ist eine Katastrophe für die Architekturwelt gewesen. \"Funktionalistät ist Schönheit\"; mein Billy-Regal funktioniert, ist aber noch lange nicht schön. Ein Denkfehler in einem Gedankenkonstrukt einer kleinen Intelektuellengruppe. Kunst entsteht indem man etwas erschafft, nicht dadurch dass man etwas weglässt, denn das kann jeder. Die Moderne ist sehr wohl in der Krise, weil sie jetzt nichts mehr weglassen kann ohne an den Säulen der Funktionalität zu sägen. Meine Vorredner haben sehr wohl recht, dass sich die Moderne nur noch im Kontrast zu historischen Bauten in Stellung bringen kann oder durch ihre reine Größe Eindruck machen will. Ein kleines modernes Sparkassengebäude kann nicht und wird auch nie mit einem historischen mithalten können. Erst wenn die Architekten sich wieder auf die alten Formsprachen rückbesinnen, die Symmetrie hochhalten, den Goldenen Schnitt als Lehrmeister haben und das Ornament nicht mehr als Feind ansehen, werden sich Neubauten mühelos in unsere Städte einfügen.
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