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Wilhelm von Boddien
Maus
schrieb am 14. Januar 2010 um 11:01
Die Erziehung zu unbedingten Gehorsam, dass Einschwören auf „seinen“ Fürsten, falscher Patriotismus, trieben die Menschen in den Krieg. Dass sich die Militarisierung des Lebens nicht nur in Deutschland vollzog ändert doch nichts an der Tatsache, dass diese mit Schuld an millionenfachen Opfern war. Das Ethos der Monarchen ua., die nicht erkannten, dass ihre Monarchien längst überholt waren, bezahlten die Menschen mit ihrem Leben.
Diese Erziehung spielte doch danach immer noch eine Rolle! Schauen Sie sich einmal Propagandapostkarten aus der Zeit des 1. Weltkrieges an. Kinder in Waffen können Sie dort auch bemerken. Und was soll bitte Ihrer Meinung nach verkehrt sein so etwas abzulehnen, nur weil es bei den „68ern“ auch schon auftauchte?
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Nein, auf diese Diskussion brauchen wir uns hier nicht einlassen. Sie interpretieren neu errichtete Schlossfassaden als eine Art Hommage an das „progressive“ Preußen, und ich möchte nur darlegen, dass es nicht nur diese Seiten hatte, im Gegenteil, dass es, meinetwegen wie andere Staaten auch, Momente in sich barg, die unsere Geschichte auch nachhaltig negativ beeinflussten.
Der Leser erkennt doch, dass so ein Projekt wie dieses mit Verklärungen und Verdrehungen einhergeht. Das ist ja eigentlich das Fatale. Der Unsinnigkeit soll mit allen Mitteln eine „Sinnhaftigkeit“ übergestülpt werden. Die Spender sollen ja motiviert werden.
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Wenn wir ehrlich sind, wurde anfangs sicher nicht soweit gedacht. Es wurde nur immer mehr „draufgesattelt“, um Unterstützung erfahren zu können.
Warum engagiert man sich denn nicht für echte Kulturdenkmale als für so einen Nachbau,
wenn es doch darum geht Geschichte sichtbar zu erhalten?