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Johannes K. schrieb am 7. Oktober 2009 um 19:54
Geschichtsklitterung hat an diesem Ort wohl Geschichte... Es ist bei Gott nicht gut zu heißen, dass die SED - Dikataur der DDR das damals aufbaubare Stadtschloss gesprengt und damit Berlin um einen wichtigen Ort der Stadtgeschichte beraubt hat. Dies ist alledem vorweg zu nehmen. Es ist jedoch bedenklich, dass man an selber Stelle einige Jahre später den gleichen Fehler erneut macht. Mit dem Abriss des Palastes der Republik an gleicher Stelle! Man sollte bedenken: Dies war der Ort der Regierung der DDR! Die selben Menschen die den Abriss des Palastes der Republik so stark befürworteten sollten einmal darüber nachdenken, ob Sie es dann folgerichtig nicht auch befürworten müssten, den dt. Reichstag wegzureißen und durch einen modernen Zweckbau zu ersetzen. Nun kann man dem sicher entgegenbringen, der Palast der Republik sei der Ort einer Unrechtsregierung gewesen im gegensatz zum derzeitigen Regierungssitz der demokratischen Bundesrepublik. Das ist voll richtig! ABER: Man denke an den 2. Weltkrieg... Welche Rolle hatte da der Reichstag gespiel? (Ermächtigungsgesetz...) Dann könnte man noch sagen \" Das Gebäude wird an dieser Stelle nicht benötigt\" Nach der Meinung vieler widerum falsch, doch selbst wenn dies nicht so wäre... Warum reißt man dann nicht auch gleich noch das Wasserwerk in Berlin und die Paulskirche in Frankfurt ab? Gelände in jeweils bester Lage die sicher bei vielen Investoren Interesse wecken würden um hier Shoppincenter oder Bürogebäude zu errichten... Da es also keinen wirklich guten Grund für den Abriss des Pal. d. Rep und einen Aufbau eines schlechten Abklatsches des Stadtschlosses gibt. Es handelt sich hierbei nur um eine widerholte Zerstörung eines geschichtsträchtigen Bauwerkes und dem Vergessen der DDR. In Nürnberg haben dies auch manche Gruppen mit Hitlers Reichs - Parteitagsgelände versucht. Es steht noch heute! Zum Leid vieler Bürger die trotzdem ihre Geschichte nicht durch vernichtung negieren wollen sondern Sie als geschehen annehmen und versuchen damit umzugehen. Scheinbar ist Berlin dazu nicht in der Lage ! Es ist in meinen Augen ein Trauerzeugnis für die Stadt Berlin, wie auch für unser ganzes Land (Schließlich hat die Politik und viele Politiker das Vorhaben unterstützt, die vom Volk gewählt werden!) Wenn man das Gelände schon seiner Geschihte bereinigt hat wre es vllt. Sinnvoller an dieser Stelle nicht einen neuen Betonbunker zu bauen, sondern ein entsprechend großes denkmal / Museum zum Leben in Berlin mit der Mauer sowie zum Gedenken an die Opfer an der Mauer und der DDR! Das ist das vereinigte Deutschland in meinen Augen den Menschen schuldig die für das Ende der DDR und das erlangen von Menschenrechten gekämpf haben und ihr Leben dafür riskiert / geopfert haben! Veitsbronn bei Nürnberg 07.10.2009 Johannes K. , 23 Jahre
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