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Wilhelm von Boddien

 

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Kreuzberger schrieb am 30. September 2009 um 17:46
Noch glänzt da nichts. Kommt aber noch. Nur Geduld! MitteinsHerz hat recht. Man sollte jetzt, da die Querelen um Stella eventuell zu zeitlichen Verzögerungen führen, nochmal überlegen, ob es überhaupt eines Architektenwettbewerbs bedarf. Gefragt sind vor allem Rekonstrukteure, Kunstgeschichtler und Architekturhistoriker und keine Kreativen, die hier irgendwelche Duftmarken hinterlassen wollen. Überraschenderweise ist man ja nun vollkommen von den aufgefundenen Fundamenten überrascht und schon geht die Diskussion wieder los, was deren Erhalt wieder an Mehrkosten verursachen würde. Man sollte froh sein, diese zur baulichen Orientierung heranziehen zu können, man sollte sie soweit möglich erhalten und man sollte sie dort dokumentieren und überbauen, wo alles andere zu teuer würde. Aber Pragmatismus ist hier anscheinend nicht gefragt. Falls sich herausstellen sollte, daß der Kostenrahmen durch die Menge an Steinmetzarbeiten gesprengt würde, ließe sich die Fassade erst einmal schlichter gestalten, um die Ornamentik nach und nach einzufügen. Es muß doch möglich sein, Interims-Steinquader so zu verbauen, daß sie später herauszunehmen und durch skulpturierte Steine zu ersetzen sind. Die Spreefassade originalgetreu wiederaufzubauen wäre ja schön. Es gibt dazu, wie ich finde, nur eine einzige Alternative: Die Fortführung der Fassadenstruktur. Das wäre historisch nicht korrekt, aber authentischer als jede Neuinterpretation. Daß gerade die Wasserseite als öde Allerweltsfassade gestaltet werden soll, ist mir jedenfalls absolut schleierhaft. Warum wird hier nicht ein prachtvolle Schiffsanlegestelle mit breiter Freitreppe geplant? Fragen über Fragen...
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