Gästebuch

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Wilhelm von Boddien

 

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Isidor schrieb am 16. September 2009 um 9:55
\"Diese Aussage versteht niemand, und bedarf der Erläuterung.\" Also ich verstehe sie sehr gut. Gebäude waren früher nicht nur Architekturgebilde, sie waren auch Kunstwerke. Überall - sei es bei Stuckverzierungen, Ornamenten, Schnitzereien, Wand- und Deckenmalereien - überall arbeiteten Künstler und fähige Handwerker mit und genau das macht diese Häuser so einmalig und schön. Dieser Aspekt fällt heutzutage leider komplett weg. Daher versuchen sich die Architekten selbst als Künstler darzustellen, indem sie groteske, unförmige und exzentrische Gebäude entwerfen, die sie uns gerne als Kunstwerke verkaufen würden. Oder sie geben sich gleich geschlagen und quälen unsere Augen mit ihren einfalls- und trostlosen Nutzbauten, die sie in die Welt setzen. Ich weiß nicht einmal, was schlimmer ist... Dass der Spendenverein es nicht schaffen wird, die für die Fassadenrekonstruktion nötigen Mittel aufzubringen, ist nichts weiter als eine unbegründbare Mutmaßung Ihrerseits. Aber wer weiß, vielleicht haben Sie Recht und Sie werden tatsächlich 1,50 Euro Ihres Steuergeldes ungefragt für das Schloss spenden. Das wäre sicherlich ein schwerer Schlag. Bei Fassaden geht es nicht darum, den Menschen die Möglichkeit zur Begegnung zu geben. Das ergibt sich daraus von selbst. Sie sollen der Stadt ein schönes, einmaliges Gepräge geben, damit sich die Menschen darin wohlfühlen. Sie sollten auch ein Spiegel der Kultur sein. Moderne Glas- und Betonfassaden spiegeln nur eine hässliche und ungeliebte Globalisierung wider.
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