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Wilhelm von Boddien
TKKG
schrieb am 16. September 2009 um 8:47
Kreuzberger schrieb:
\"Kunst und Handwerk sind hier auf der Strecke geblieben. Überlebt hat allein die Architektur,...\"
???
Diese Aussage versteht niemand, und bedarf der Erläuterung.
Bezahlbar ist Handwerk nicht mehr. Die Summe für die Barockfassaden werden durch Spenden nie eingenommen werden.
(Was die Aussage unterstreicht.)
Wenn der Entwurf, so wie er sich uns im Moment darstellt verwirklicht werden sollte, dann werden am Ende Steuermittel, und somit das Geld der Allgemeinheit aufgewendet werden müssen.
Damit geben auch jene Geld, die die Fassaden eigentlich nicht mochten, und mit dem Ergebnis, dass \"Kleinteilgkeit\" nur in eine Fassadenstruktur investiert würde.
Sie verwechseln \"Fassadenoberfläche\" mit \"Stadträumlichkeit\".
Abgesehen davon, steht der Begriff des \"kleinteiligen Stadtraumes\" nicht im Zusammenhang mit diesem Projekt.
Sprechen wir lieber von den Möglichkeiten, die die Rekonstruktion der Fassaden hinsichtlich ihrer Reaktion auf Stadtraum n i c h t bieten kann. (Die Barockfassaden lassen auch im Inneren nicht das zu, was optimal wäre.)
Die gemeinten maßstäblichen Räume, die Menschen mehr Gelegenheit zur Begegnung bieten, werden nicht durch Fassaden, und auch nicht durch bestimmte handwerklichen Techniken erreicht werden, sondern durch den Städtebau, und die Nutzungen der Gebäude.
\"... verkitschten Beton- und Wohncontainer-Massengeschmacks.\"
Wie ist der Geschmack der Masse?
Die alten Schloßfassaden waren ua. strukturiert durch das Ornament (Fassadenplastik).
Das Schloß selbst war nach außen hin jedoch ein monumental zu nennender rechteckiger Block.
Stadträumlich gesehen war dieser das Gegenteil von \"kleinteilig\".
Grüße an alle