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Wilhelm von Boddien

 

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Hm schrieb am 29. August 2009 um 14:50
Arno Nym aus HH (1895) hatte folgendes geschrieben: „Viele verkennen heutzutage den Wert einer Investition in die Zukunft. \"Puschen\" mag zwar auf den ersten Blick mit \"Kein Geld für Kitas und Schulen\" recht haben aber eben nur auf den ersten Blick. Man könnte das Geld (Anteil der öffentlichen Hand)natürlich in soziale Einrichtungen stecken, aber was passiert wenn das Geld ausgegeben ist? Der Wiederaufbau des Stadtschlosses hat dem gegenüber einen entscheidenden Vorteil: es ist eine nachhaltige Investition!“ Entschuldigen Sie bitte, darüber lacht die Welt : Und Ihre Begründung: „…es werden Umsätze generiert und daraus ergeben sich Einnahmen (Steuer, Abgaben, etc). Von dem Mehr an Touristen möchte ich hier gar nicht reden…“ Die drei Hüllfassaden werden eher für eine kulturelle Irritation sorgen, denn sie nützen zu nichts. Sie würden ein Denkmal für die Angst vor der Zukunft sein, und für die Sehnsucht nach hinten. Mit Ängstlichkeit vor der Zukunft ist man aber nicht handlungsfähig, und kann diese nicht selbst gestalten. Diese Angst überwindet man nur durch den Umgang mit den Problemen die die Gegenwart stellt, und um dafür fit zu sein braucht man eben auch so etwas wie Kindertagesstätten, Schulen, usw., eben die Dinge, die das „Rüstzeug“ dafür geben, dass man sich in der Zukunft zurechtfindet. Die Gelder die durch ein so ein Schauobjekt eingenommen werden würden, müssten wohl um ein Vielfaches überboten werden, um die „Köpfe“ von dieser Angst vor der Zukunft freizubekommen. Die Denkweise ist ja nicht neu, die Kultur für den Kommerz zu opfern (Dekofassaden sind ein Opfer an Kultur) Wenn Sie unsere „Touristenstädte“ ansehen, durch die das Heer der verklärt blickenden Rentner irrt, brauchen Sie nur Eins und Eins zusammenzählen, und wissen mit welcher Einstellung „Kultur“ an die Wand gefahren wird. Der Ernst der Vergangenheit, und damit der Ernst von Architektur - unserer eigenen Kultur, wird z.B. auch hinter kitschigen Geranien-Balkontöpfen verborgen, - weil sie eben schee´ sind, wer kennt sie nicht? Man sieht sie schon in den Heimatfilmen der 50er un 60er Jahre. So wie mit den Geranien der wahre Kern verdeckt wird, so würden das auch die Schaufassaden tun, sind eben nur Oberfläche, und was sie keinesfalls sind, - ernstzunehmen. Für „Boni“ für Bänker bin ich auch nicht, aber es ist mir zu populistisch, und zu einfach, um mit einer anderen Alternative dagegenzuhalten. In aller Freundlichkeit 
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