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Wilhelm von Boddien

 

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nachdenklic schrieb am 11. Juni 2009 um 22:01
Ich finde man muß immer genau Obacht geben, auf das, was man formuliert. Geschichtliche und Kunstgeschichtliche Kenntnisse gehen Hand in Hand, so auch das Nichtwissen darüber. Wie schon ausgeführt, wenn heute das hässlichste Gebäude in einem Dorf die Sparkasse ist, lag das nicht immer am Architekten, sofern dieser überhaupt beteiligt wurde. Es wäre wohl zu leicht, so Schuldige zu suchen. Die Menschen haben ihre Möbel von sich aus weggeworfen, oder weiß gestrichen, da hat niemand über ihre Köpfe hinweg entschieden. Man muss ihr Verhalten auch aus der Zeit heraus beurteilen. Was ja eine wesentliche Aussage war, ist dass wir nicht zurückkehren können, und dass Geschichte erst recht nicht mehr lesbar wird, wenn wir überall Repliken aufstellen. Sind diese Repliken auch noch symbolisch aufgeladen, gibt es Gruppierungen die das ausnutzen, aufspringen, wie auch im Falle eines Berliner Schlosses. – Zumindest folgt eine Stärkung rechter Ansichten, die in der Mitte ankommen. Um den Faden des Interviews weiterzuspinnen, wenn unsere zukünftige Realität eine virtuelle ist, wird alles andere überflüssig. Das Gefährliche an virtuellen Welten ist aber, dass sie die Menschen durch sie leichter manipulieren lassen.
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