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Wilhelm von Boddien
nachdenklich
schrieb am 10. Juni 2009 um 8:29
@Isidor: Schauen Sie, die Diskussion kann man so nicht weiterführen.
Sie möchten wahrscheinlich gar nicht reflektieren, was Sie hier vorbringen.
Wenn Sie den Artikel in der FAZ gelesen haben, so kam am Anfang zum Ausdruck, dass das Thema einmal entemotionalisiert werden sollte.
Darf ich die Worte noch einmal vorbringen, die Sie verwenden?
Nr.1767:
„Es wird ja immer wieder von modernistischen Architekten in Rekonstruktionsdebatten das Argument der fehlenden Authentizität herangezogen. Dabei fallen dann jedes Mal die gleichen Phrasenwörter von \"Disneyland\" bis \"Geschichtsverfälschung\"
„Sicherlich spricht diese aggressive Verteidigung und Anfeindung gegen Andersdenkende nicht gerade von einem starken Selbstbewusstsein.“
„Aber ist das wirklich der Sinn der Sache? Sollte Architektur nicht versuchen, möglichst vielen zu gefallen und zur Verschönerung der Stadt beizutragen? Scheinbar nicht nach Auffassung der meisten modernen Architekten.“
„So ist das eben. Jede Diktatur [meint die Architekten] muss sich mit aller Härte und Gewalt gegen ihre Gegner richten, weil sie sonst ganz schnell untergehen wird.“
Nr.1773
„und die Architekten können sich ganz daran austoben“
„Meiner Meinung nach stecken Komplexe dahinter, die Angst, dass die gelernten Vorstellungen von Architektur, die in der Bevölkerung hauptsächlich Missfallen erregen, bald ausgedient haben könnten.“
Es ist ein ganz natürliches Bedürfnis, dass jede Nation sich von den anderen zu unterscheiden versucht, darin besteht keine Gefahr.
„Die Erinnerung an diesen bedeutenden Teil der deutschen Geschichte wird durch die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses, in welchem die preußischen Könige und (ab 1871) deutschen Kaiser über Jahrhunderte ihre Residenz hatten, wieder lebendig werden“
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Hier unten, in Nr.1776 sagen Sie dann über meinen Beitrag aus, dass dieser so unglaublich arrogant sei.
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Ich wiederhole noch einmal eine Grundaussage, aus meinem letzten Beitrag:
„Deshalb ist es wichtig dass jeder Einzelne sich mit einem Thema auseinandersetzt.“
„Bilden kann man sich nicht nur durch Bücher, sondern auch in der Auseinandersetzung mit einem Thema, in der Auseinandersetzung mit Meinungen. Wichtig ist es viele Meinungen zu hören, und dazu ist es auch mitunter wichtig sein Umfeld einmal zu verlassen, um Menschen zu sehen, und kennenzulernen. (Der Sonnenstuhl reicht nicht)
Die Mehrheit, von der Sie sprechen schaut am Abend häufig fern, es gibt Quotenrenner (Die schaut doch die Mehrheit, oder?), sie nehmen dadurch sogar Einfluss auf das Medienangebot. Sie wissen welche Sender mit welchen Inhalten gefördert werden? Welche Zeitungen?“
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@Isidor: Sie haben Recht, Sie haben nicht richtig gelesen, weil Sie meine Aussagen nun benutzen, um den Leser wieder zu manipulieren.
Überdies sagen Sie aber selbst:
„Nun, auch ich glaube nicht daran, dass die Mehrheit der Bevölkerung in irgendeinem Land dieser Welt besonders klug ist.“
Diese Worte habe ich nicht, wie man nachlesen kann, und möchte ich auch nicht gebrauchen. Ich habe versucht zu zeigen, dass Entscheidungen wie diese, und erst recht politische Entscheidungen, eine gewisse Auseinandersetzung mit einem Thema erfordern. Sie erkennen nicht, dass hier die gleichen Mechanismen wirken, wie sie auch durch eine Politikverdrossenheit hervorgerufen werden, nämlich, dass sich „Entscheidungsfindung“ dann logischerweise auf anderen Ebenen, und mitunter nicht ganz reell vollzieht.
Eigentlich tun Sie mir Leid. Mit solchen Haltungen werden Sie in Ihrem Leben nichts dazulernen. Vielleicht versuchen Sie einmal ein persönliches Gespräch in einem Architekturbüro, oder mit verschiedenen Menschen überhaupt, vieles ist Suggestion was Sie äußern.
Versuchen Sie einmal mit Menschen zu sprechen, die aus einem anderen Umfeld, wie dem Ihren kommen. Das wäre sehr wichtig.
Übrigens, ich bin kein Architekt. „Normale“ Menschen tun mir auch etwas Leid.
Wenn Sie weiterhin eine Antwort erhalten möchten, müssen Sie Ihren Stil ändern, und Ihre Emotionen beiseite lassen.
Grüße