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Wilhelm von Boddien

 

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nachdenklich schrieb am 9. Juni 2009 um 17:28
@Isidor, entschuldigen Sie bitte, aber Sie wissen eigentlich nichts. Es tut mir Leid. Natürlich ist das Ihre Meinung. Alle Zusammenhänge zu erläutern, die für sich genommen eigentlich einleuchtend sind, sprengt wohl den Raum hier. Aber Sie stehen exemplarisch für eine ganze Reihe von Menschen in unserer Zeit. Bezogen auf Ihr vorheriges Posting kann ich nur sagen, dass es müßig ist auf Ausführungen zu antworten, die aus einer Emotionalität heraus entstanden sind. Die Gegenfragen sollten Ihnen zeigen, dass Sie sich bewusst, oder unbewusst manipulativ äußern, indem Sie von Sachverhalten ausgehen, die Sie vermutlich nur vom Hörensagen kennen, sicher auch allgemeine Meinung sind (populistisch), aber eher fragwürdig bleiben. Also zu Ihrem letzten Beitrag: Sie meinen, weil generell doch nur so wenig rekonstruiert wird, solle man nicht bekunden müssen, dass dieser Nachbau nicht sinnvoll ist? Sie müssen erst einmal die Argumente derer hören, denen es wichtig wäre, dass es hier keinen Nachbau in dieser Form gibt. Jenen kann es nicht um ein quantitatives Gleichgewicht an Rekonstruktion und Neuentwurf in unserem Land gehen. Der Grund für die vorgebrachten Stellungnahmen ist so flach eigentlich nicht angelegt. Die Zeitspanne können wir auch getrost ausdehnen, sagen wir, schon immer wurde verschwindend wenig rekonstruiert, ich meine Totalrekonstruktionen, keine ergänzenden Reparaturen. Was die große Masse als schön oder hässlich empfindet, was ihr missfällt oder nicht, können Sie nicht wissen. Man baut auch nicht aus „Angst“ zeitgemäß, ich möchte einmal das klischeehafte Wort „modern“ hier nicht verwenden, da es scheinbar auch eine klischeehafte Vorstellung davon gibt. Schauen Sie, in einer Demokratie werden normalerweise Entscheidungen zu Gunsten einer Mehrheit getroffen. Wenn Sie nun die Mehrheit zu einem Punkt befragen, mit dem sie sich eigentlich noch nicht auseinandergesetzt hat, dann haben sie schnell falsche Entscheidungen. Aber auch falsche Entscheidungen werden dann umgesetzt. Deshalb ist es wichtig dass jeder Einzelne sich mit einem Thema auseinandersetzt. Und nun? Glauben Sie im ernst, dass über eine Schlossrekonstruktion die „großen Masse“ richtig nachgedacht hatte? Lesen Sie doch einmal das Gästebuch. Nur ein Exempel, weil die Bauten, bspw. am Potsdamer Platz nicht gefallen, meint man dass zeitgemäße Architektur generell „modernistisch“, im negativen Sinne sei. Sie selber bringen diese Sichtweise zum Ausdruck, und sie war ein Hauptargument der Schlossbefürworter. Finden Sie das reell? Bilden kann man sich nicht nur durch Bücher, sondern auch in der Auseinandersetzung mit einem Thema, in der Auseinandersetzung mit Meinungen. Wichtig ist es viele Meinungen zu hören, und dazu ist es auch mitunter wichtig sein Umfeld einmal zu verlassen, um Menschen zu sehen, und kennenzulernen. (Der Sonnenstuhl reicht nicht) Die Mehrheit, von der Sie sprechen schaut am Abend häufig fern, es gibt Quotenrenner (Die schaut doch die Mehrheit, oder?), sie nehmen dadurch sogar Einfluss auf das Medienangebot. Sie wissen welche Sender mit welchen Inhalten gefördert werden? Welche Zeitungen? Diese Masse schreitet dann zur Abstimmung, auch zu politischen Abstimmungen, ja sie ist sogar nicht einmal fähig zu erkennen, dass Sie durch die dümmlichsten Versprechungen kleiner extremistischer Gruppierungen manipuliert wird. Sie sprechen von Identifikation, ein Wort das heute so inflationär gebraucht wird, sodass es nicht mehr glaubwürdig sein kann. Jahrzehntelang wurde wertvolle Bausubstanz vernichtet, sie wissen nichts, Denkmalpflege wird in den Kommunen als der große „Verhinderer“ angesehen, weil die wirtschaftlichen Interessen vor den kulturellen stehen. Da wird oft Schützenswertes weggerissen, weil genau diese Mehrheit nicht versteht, warum dieser oder jener Raum wichtig wäre. (Ich meine da Originalbausubstanz, die ua. für ein bestimmtes Umfeld wichtig ist.) Die letzten 3 Absätze Ihres Artikels der Nr.1773 soll sich der Leser einmal auf der Zunge zergehen lassen. Dieser soll auch noch Gelegenheit haben das zu kommentieren, ich spare mir den Platz an dieser Stelle. @Wasser Wenn Sie Architektur studieren ist es wichtig die richtigen Vergleiche zu finden, aber auch gut zu beobachten. Es wird nicht wenige geben, die fragen werden, w a s Sie eigentlich „reparieren“ wollen? (Werde erst später antworten können.)
Bitte warten …