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Wilhelm von Boddien

 

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Uwe Kaden schrieb am 25. Mai 2009 um 19:59
Also, ich habe mich nun viele Wochen mit der geplanten Westwand des Schlüterhofs auseinandergesetzt. Nun bin ich mir ganz sicher, sie funktioniert nicht. Das Konzept des Italieners wird nicht aufgehen. Als bildliche oder grafische Darstellung sieht es ja ganz annehmbar aus. Versetzt man sich imaginär in den neuen Schlüterhof, wird man sich wundern! Die Moderne will weiterhin den Kontrast - nun gut, so sei es. Sie hat in dem Moment aber gegen Schlüter verloren, in dem sie sich weiterhin dem Ornament verweigert. Fast militant abwehrend steht die neue Westwand dem Spiel des Barock gegenüber. Sie verweigert sich dem Spiel ihrer Ahnen. Weiterhin und starr und kompromisslos. Sie greift mit der Kampfeslosung eines Adolf Loos das an, was wir in unseren Herzen bewahrt haben: nämlich das Schöne unserer Väter. Die Moderne, wie sie das 20. Jh. geprägt hat, hat nicht dazugelernt. Und an ihrem Unvermögen ist sie für alle sichtbar auch gescheitert. Ein gescheitertes Modell will es mit Schlüter aufnehmen? Nicht einmal für einen Rahmen oder Mantel des Barock wird sie tauglich sein. Ich werde dafür beten, dass diese Wand so nie gebaut wird. Es ist einfach eine Beleidigung, eine Attacke auf Schlüter, die sich rächen wird. Der Schlosshof wird keine Ruhe finden in diesen schlingernden ästhetischen Proportionen. Die Schieflage werden alle schmerzlich erfahren, die einmal den Hof besuchen werden.
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