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Wilhelm von Boddien
nachdenklich
schrieb am 4. Mai 2009 um 12:26
@Kreuzberger:
(1718) „Auf dem Gebiet der Restaurierung ist es inzwischen allgemeiner Konsens, fehlende Partien eines wiederherzustellenden Objekts entweder nach Originalvorgaben zu rekonstruieren“ …
(1723) „Man könnte wohl jede Menge Beispiele aufzählen, in denen von alten Bauten nur noch die Fassaden existieren.“ …
- Hm, und wo ist jetzt die Fassade des Berliner Schlosses, an welcher man fehlende Partien ersetzen könnte?
@Kreuzberger:
„Die Renaissance war anfangs purer Historismus.“ …
„Der Klassizismus war dasselbe.“ …
„Immer wenn sich ein Stil festgefahren hatte, wurde tabula rasa gemacht und wieder bei Null angefangen: Bei den Vorgaben der Antike.“
- Hm, und das war um 1700 auch so? Steht denn der Barock am Anfang oder am Ende einer Entwicklung, die als eine Wiedergeburt der Antike bezeichnet wird?
@Kreuzberger:
„Muthesius wandte sich gegen den ausufernden Historismus seiner Zeit, der mit seinen stilistischen Vorbildern nur noch entfernt etwas zu tun hatte. Jeder Flohmarktbesuch beweist, wie Recht er hatte: Gründerzeitlicher Designmüll ohne Ende.
Was hat das aber mit der Rekonstruktion des Schlosses zu tun??? „
Der Historismus war in dieser Zeit E. 19.Jh. nicht zuletzt die Rückbesinnung auf vergangene Größe, mit der Gotik als vermeintlich „Deutschem Stil“ sollte im 19. Jh. auch an ein nationales Gefühl appelliert werden, und stand am Ende schon konträr zu einer Entwicklung, die äußerlich nicht mehr verstecken, nicht mehr „Theater“ spielen wollte, und eine Einheit in der Konstruktion, und ihrem Ausdruck sah.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Werkbund
http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Muthesius
http://www.landesausstellung1905.de/index.php?id=128
@Kreuzberger „So langsam bekomme ich den Eindruck, das häusliche Ambiente des Nachdenklichen ist vollgestopft mit Palast-der-Republik-Devotionalien. “ (1727)
Es tut mir Leid, aber Sie äußern sich sehr persönlich, ohne Grund. Sie selbst hatten ja weiter unten versucht einen Dialog zu führen (ab Nr.1993). Sie wissen sehr genau woher mein Standpunkt kommt. Sie argumentieren manipulativ, oder gar nicht, Sie können nicht auf weiter unten gemacht Äußerungen eingehen.
Diese „Gästebuchdiskussion“ führt zu nichts, da ja scheinbar mit Halbwissen, und nicht belegbaren Aussagen abgelenkt werden soll, von einer, ganz einfach, nicht zu Ende gedachten Idee, in die man aber schon Zeit, Geld und Herzblut investiert hat. Man hat das Gefühl, dass hier dazu extra abgestellt wird, um ja immer „positive“ Reaktion an dieser Stelle zu dokumentieren.
Ist es da noch möglich etwas zu erkennen? Wie objektiv kann man denn dann bei sich selbst noch sein?