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Wilhelm von Boddien

 

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Kreuzberger schrieb am 24. März 2009 um 23:02
Ich werde das Paris Baron Hausmanns auch weiterhin eher mit Jaques Offenbach und Toulouse-Lautrec verbinden, als mit Darwin und Nietzsche. Bedauerlich bleibt, daß für den Modernismus der Belle Epoque das mittelalterliche Paris komplett ausradiert wurde. Andererseits gab es ja im vorigen Jahrhundert Überlegungen, diese Stadt neuerdings umzupflügen und ein Schachbrett mit gigantischen Plattenbauten anzulegen. Interessant wäre es ja schon, wie man eine solche Barbarei, wäre sie umgesetzt worden, heute bewerten würde. Gerade weil die Großstädte durch die globalisierte Architektur immer ähnlicher werden, sollte man dort, wo noch Originalität und Unverwechselbarkeit vorhanden ist oder nach authentischen Vorgaben wiedergewonnen werden kann, nicht zögern, solche Chancen zu nutzen. Das ist kein Beginn einer Rekonstruktionsepidemie. Es geht ausschließlich um sehr verstreute Einzelobjekte. Nicht umsonst muß ja immer wieder die neuerrichtete Fassade des Braunschweiger Schlosses als abschreckendes Beispiel für die Unzurechnungsfähigkeit rückwärtsgewandter Träumer herhalten.
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