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Wilhelm von Boddien

 

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Kreuzberger schrieb am 12. Februar 2009 um 23:20
@ S. Hartmann Im Gegensatz zu Herrn Grumbkow verlieren Sie sich wenigstens nicht in billiger Polemik. Welche Definition für das zukünftige Gebäude anzuwenden ist, hängt sicherlich vom jeweiligen Standpunkt ab. Aus der Sicht der Schloßbefürworter handelt es sich (zum besseren Verständnis auf die Welt der Musik übertragen) um die Aufführung eines barocken Orchesterwerkes nach Originalpartituren, jedoch mit dem Manko eingearbeiteter Passagen eines Stockhausenschülers. Aus ihrer Perspektive hätten Sie von vorneherein einer zeitgenössischen 12-Ton-Komposition den Vorzug gegeben. Man muß hier klar unterscheiden zwischen der Aufführung eines Klassikers und einer Neukomposition. Beides hat seine Berechtigung und für beide Stilrichtungen gibt es das passende kulturelle Umfeld. Sie zwangszuvereinen ist jedoch m.E. schizophren. Mögen Sie keine Barockmusik? Finden Sie Bach spießig, altmodisch, hoffnungslos unmodern? Es gibt keine Originalaufnahmen der Brandenburgischen Konzerte. Der Phonograph wurde erst viel später erfunden und der Interpretationsspielraum ist so groß, daß niemand sagen kann, wie J.S.Bach sie zu Gehör gebracht hätte. Trotzdem wird er gespielt und es soll jede Menge Leute geben, die sich so was freiwillig anhören. Jaja, die \"vermeintlich gute alte Zeit\"! Wie kann man nur auf Bach hereinfallen, auf Shakespeare oder Schinkel! In Wahrheit herrschten Absolutismus und Unterdrückung!
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