Gästebuch

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Wilhelm von Boddien

 

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Berlinfreund schrieb am 29. Januar 2009 um 16:34
Schon Bismarck wußte, daß Politik die Kunst des Möglichen ist und nicht des Wünschbaren. Viele seiner Zeitgenossen träumten von der deutschen Einigung mit Österreich, von einem demokratisch-parlamentarischen Kaisertum gemäß der Paulskirche. Doch dieser Traum war damals eben nicht möglich. Es ging um das Machbare, das freilich hat er 100% durchgesetzt. Ein Traum ist die möglichst 1:1 Kopie des Schlosses, doch der ist nicht durchsetzbar, vor allem politisch nicht. Es wäre auch fatal zu warten, in der Hoffnung, daß vielleicht in 20 oder 30 Jahren der Wunsch zum Schloß pur größer würde. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Der weite, leere Platz würde ungeheueren Druck ausüben, hier etwas zeitgenössisches und vor allem billigeres hinzustellen. Eine Riesen-Kreissparkassenfiliale oder Monstrositäten wie am Potsdamer Platz wären wohl nicht zu vermeiden. Es ist leider so: Wer alles fordert erhält am Ende nichts. Also nehmen wir den Kompromiß des Stella-Entwurfes an, versuchen wir soviel wie möglich vom Schloß dort unterzubringen. Allein darauf sollte alle Energie gelegt werden. Rettet vor allem die Kuppel. Die \"Sparer\" und \"Abspecker\" gehen schon wieder voll zu Werke. Die Schloßfeinde haben ihren Kampf noch lange nicht aufgegeben, sie versuchen es jetzt nur durch Zerkleinern und dadurch Zerstören des Stella-Entwurfes. Statt Kritik am Förderverein gilt die Parole: hinter ihm stehen, nein - in und mit ihm einmütig und nachhaltig wirken. Übrigens: Nicht zuletzt durch Spenden. Nur das Geld zählt letztlich und überzeugt die Kleingeister.
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