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Wilhelm von Boddien
Dr. Stolber, Walter
schrieb am 28. November 2008 um 21:34
Leserbrief an den Spiegel (redaktionelle Zurückweisung am 28.11.2008).Der Berliner Stadtschloss Artikel ( Wer will noch die Barockfassade?) steht für typischen Spiegel- Journalismus: negativ, marktschreierisch. Dabei hat Warschau mit dem gelungenen Wiederaufbau seines Stadtschlosses für Berlin einen Markstein gesetzt. Die angeblich mangelnde Spendenfreudigkeit in Deutschland als Ablehnung des Projektes durch das Volk zu werten, ist unredlich. Wenn überhaupt, dann ist das relativ bescheidene Spendenergebnis logische Konsequenz solch abwertender Berichte wie dem vorliegenden. In der Tat, Medien im Lande, nicht selten infitriert durch Linksideologen, haben bisher viel Meinungsmache produziert, um die Auferstehung dieses nationalen Denkmals zu torpedieren. Zudem, bevor potentielle Spender in die eigene Tasche greifen, dürften sie sich Gedanken über gewisse realisierte Bauten des Senats machen, für die immer genug Finanzmittel zur Verfügung standen. Auch sehen sie, wie leichtfüssig Berlin politische Zahlungen und Sozialleistungen entrichtet. Vermeintliche oder tatsächliche staatliche Verschwendung indirekt mitzufinanzieren ist, bei aufgeklärten Finanziers, nicht gerade populär.Was gewisse "moderne" Architekten nach der Wiedervereinigung in Berlin bauten, könnte in jeder Weltstadt stehen. Unsere Generation ist nicht zuletzt deshalb aufgerufen, das Berliner Stadtschloss vollständig( nicht nur in Teilen, siehe das gescheiterte Reichstag- Experiment) wieder herzustellen, um der Stadt seine historische Mitte, Seele Berlins, zurückzugeben. Eine nächste Generation könnte sich, mit kräftiger Linksunterstützung, für den Bau einer Moschee entscheiden.