vom häßlichen „Vorortplatz“ zum Hauptstadtplatz

Das grauenvolle PdR-Gerippe wird nun endlich abgebrochen! Somit wird einer der häßlichsten innerstädtischen Plätze Europas, der paradoxerweise auch noch Schloßplatz heißt, endlich zu einem Platz, der dem Weltkulturerbe Museumsinsel einen würdigen Rahmen gibt.

Das Humboldtforum mit den grandiosen Schloßfassaden und dem überdachten Schlüterhof, welcher dann der größte Veranstaltungssaal der Welt in historischer (barocker) Architektur sein wird, gibt der Allee unter den Linden dann endlich wieder den krönenden Abschluß.

15 Kommentare zu “vom häßlichen „Vorortplatz“ zum Hauptstadtplatz

  1. neben etlichen finanziellen notständen im lande aus öffentlichen mitteln, wie wowi ja bekannt gab.

    durch den möglichen voreiligen abbruch des palastes bringt ihr die berliner kunst kultur und musikszene gegen das schloss auf, die berliner bevölkerung wird es nicht akzeptieren so wie damals. die geschiche wird deshalb diesen unnötigen und gegen eigene deutsche regeln beschlossenen akt mit frischer kritik belegen wie niemals etwas zuvor.

    soll das euer schloss sein?

  2. Genau das meinte mein Vorgänger sicherlich. Meine Vorfahren waren es übrigens nicht(pauschalisieren macht ihnen wohl Spass?).

    Aber das Palastbündnis hat Recht, warum jetzt abbrechen, wenn das Schloss noch gar nicht in trockenen Tüchern und architektonisch durchgeplant ist. Die Palastzwischennutzungen haben Dinge hervorgebracht die so in keinem anderem Berliner Museum zu sehen waren und im "Schloss" auch nicht zu sehen sein werden. Zugegeben einige Aktionen waren fragwürdig oder der Eintritt zu teuer aber es hat die Berliner Kulturszene bereichert. Eine Grünfläche, so schön sie auch sein mag, wird dies nicht erreichen.

    Schade wie mit kreativen Orten und Ideen und Engagement der Bevölkerung immer wieder umgegangen wird. Denn wenn das Schloss denn schon kommen soll kann man den Palast doch bis zum bitteren Ende nutzen; die Zeit des Schlosses ist noch lange nicht gekommen.

    Aber vielleicht haben wir am Ende beides nicht-> kein Palast und kein "Schloss"; sondern eine so gut angenommene Grünfläche von der sich die Berliner gar nicht trennen wollen und die alle beruhigt.

  3. Genau, so hätten wir es gern:
    "Meister Nickel ist verdrießlich,
    weil ihm alle Pläne schließlich
    Nach viel Müh und Plagen
    endlich fehlgeschlagen.
    Uns’re Ziege starb heut‘ morgen
    geh‘ und sag’s ihm, lieber Knabe!
    Daß er nach den vielen Sorgen,
    auch mal eine Freude habe."

  4. nö, so damals, link!

    nebenbei: damals gabs kaum was zu futtern und keine kohle das echt kappute ding aufzubauen. es gab wahrlich damals wichtigers zu tun als den kaputten haufen nochmal aufzubauen, was zu der zeit wohl so gut wie keiner ersthaft vertreten hätte können. sie langweilen mich, mit ihrer eintönigen art, herr w.s.

    http://schlossgeschichte.palast.com/

  5. So so, also kein Geld das "Ding" wiederaufzubauen. Hatten denn die Warschauer Geld? Außerdem hätte man doch das Schloß – auch als Ruine – zunächst sichern können und dann halt später – wie das Dresdener Schloß – wiederaufbauen können. Nein, daß war schon eine ganz klar politische Entscheidung.

    Erich Honecker hätte das Schloß sicher wiederaufgebaut, unter seiner Regierung kam ja sogar der Alte Fritz wieder auf die Linden und es wurden zahlreiche Bauten in Berlin oder Dresden rekonstruiert. Bei dem Eröffnungsgottesdienst im wiederaufgebauten Greifswalder Dom war Honecker ja sogar anwesend. In dieser Beziehung war Honecker nicht so verbort wie manch heutiger Alt-Kommunist.

  6. Ich nehme Bezug auf den Link von "Bündniss".

    Was die PdR-Freunde da auf der von "Bündniss" gelinkten Seite über das Schloß schreiben, ist einfach nur dümmlich. Was von diesem Schloß angeblich alles an Bösem in die Welt geschickt worden sein soll, wie dort behauptet wird, muß man glauben, daß dies kein Schloß gewesen ist, sondern der Vorhof zur Hölle.

    Leider muß man den PdR-Freunden geschichtsverdrehung und geschichtsverfälschung vorwerfen und vor allem Informationszurückhaltung. Denn die von ihnen beschriebenen Szenarien (muß man schon schreiben) sind entweder völlig aus dem Zusammenhang gerissen oder es wurden Teile der Geschichte weggelassen. Einfach bewußte Volksverdummung! Ich dachte immer Information sei dem Bündniss so wichtig……

    Daß Deutschland nicht immer ein friedliches Land war, ist sonnenklar, aber die anderen Staaten Europas waren auch keine von Engeln besiedelte Länder, auch Dänemark nicht!

    Um dann noch einmal auf die Seite von Herrn Neumann, zurückzukommen: hier wird der Schloßwiederaufbau mittlerweile mit dem Rassismus der Nazis verglichen und behauptet, daß der Schloßwiederaufbau möglicherweise wieder Krieg bedeutet. Siehe Link, ganz nach unten scrollen. Ist das im Sinne der PdR-Freunde?

    http://finanzamt.netfirms.com/palast.htm

  7. Es ist nur allen zu empfehlen, diesen Beitrag eines gewissen Neumann zu lesen. Man weiß nicht, ob man vor so viel Dummheit lachen oder weinen soll. Es zeigt, wie 4O Jahre Sozialismus die Hirne vernebelt hat und läßt einen nachträglich erschauern, daß eine solche Denkweise in einem Teil Deutschlands mal bestimmend war.
    Nur zwei Gesichtspunkte: Es kann seitens der Westdeutschen keinen Rassismus gegenüber den Ostdeutschen geben, da es auch zu Zeiten der Teilung immer nur ein deutsches Volk gegeben hat.Es gibt keinen Rassismus gegen sich selbst.
    Weiter: Der Reichstag war nie Sitz des "Hitlerfaschismus", Hitler hatte dieses Gebäude nie betreten. Es war der Hort der deutschen Demokratie, die demokratisch gewählte Repräsentation des deutschen Volkes schon seit dem Kaiserreich. (Mit dem demokratischsten Wahlrecht, das es in der Welt gab.)
    Zum Wort: Der Begriff "Reichstag" verbindet uns mit der ganzen Weite unserer Geschichte. Schon im Mittelalter war der Reichstag die Vertretung der deutschen Nation, wenn auch keine demokratische Repräsentanz des Volkes. Dies war der Reichstag erst seit 1871.Hätte die Volkskammer, die nie eine Vertretung des Volkes war, nur halb so viel demokratische Repräsentanz wie der alte Reichstag gehabt!

  8. Aus genau diesem Grund wurde ja auch z.B. der Zwinger in Dresden wieder aufgebaut.
    PS: Sie langweilen uns, mit Ihrer Verbohrtheit!

  9. Es gab damals und es gibt heute immer etwas "Wichtigeres" zu tun, als zerstörte Kirchen oder Schlösser aufzubauen. Als Kölner darf ich daraufhinweisen, daß obwohl meine Stadt 1945 zu über 99 % zerstört war, unsere Altvorderen bereits 1949 mit dem Wiederaufbau der teilweise bis auf die Grundmauern zerstörten 12 i.W.: "Zwölf" romanischen Kirchen und des teilzerstörten Domes angefangen haben. Heute sind wir stolz und dankbar auf/für diese Leistung. Denn ohne das wiederhergestellte Stadtbild wäre Köln heute nicht Köln.

  10. Wahrscheinlich haben sie Angst vor der Wahrheit.

    Deshalb haben sie ja auch das Gästebuch auf Palast.com sehr schnell wieder abgeschafft, als sie merkten, das die meisten Bürger für den Abriß des Ballastes sind.

  11. Sehr lustig. Nur weil ein paar Hanseln merkwürdige Ausstellungen im Palast machen, heisst dies noch lange nicht, dass er erhalten bleiben muss. Wer das DDR-Ambiente mag kann ja zum Alex laufen. Ostalgie pur, baby!

  12. Ich denke, wenn erst mal des Ding abgerissen ist, dann geht es ganz schnell mit dem Wiederaufbau. Wenn die Leere des Platzes noch mehr zunimmt als jetzt, dann wird sich jeder Verantwortliche der Dringlichkeit eines schnellen Schlossbaus bewusst werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.