Die Einheitswippe wird nicht gebaut!

 

Das Einheitsdenkmal wird gestrichen. SPD und CDU besiegeln am Mittwoch wohl das Aus. Vielleicht wird es später gebaut – woanders.

Von Ralf Schönball

 

Einheitswippe-Bau-Absage

 

Niemand hat mehr die Absicht, eine Wippe zu bauen. Das Einheits- und Freiheitsdenkmal, dessen Kosten – wie jüngst vom Tagesspiegel berichtet – schon vor Baubeginn um ein Drittel gestiegen sind, wird nicht errichtet. Bundestagsabgeordnete von SPD und CDU bereiten einen entsprechenden Beschluss vor, der bereits an diesem Mittwoch im Haushaltsausschuss verabschiedet werden soll. Dies bestätigten Mitglieder des Gremiums übereinstimmend nach einer vorbereitenden Sitzung am Dienstag.

„Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, kommentierte der Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz die bevorstehende Entscheidung. Nach der ersten Kostensteigerung um fünf Millionen Euro befürchteten viele Mitglieder des Haushaltsausschusses, „dass das Denkmal finanziell nicht kontrollierbar ist“. Auch Klaus-Dieter Gröhler, für die CDU im Bundestag, sagte auf Anfrage: „Wenn es nicht noch einen großen Aufschrei gibt, wird das Einheitsdenkmal mit großer Mehrheit gekippt“. Gröhler, ebenfalls aus Berlin, bedauert das: „Weil dadurch eine gewisse Leere vor dem Schloss bleibt“. Auch sei es das falsche Signal, nachdem zuvor bereits der Bau eines Einheitsdenkmals in Leipzig scheiterte – und „nicht akzeptabel für alle Menschen, die sich in der DDR für die Einheit eingesetzt haben“.

 

Sogar die Chefs griffen ein

Nicht ausgeschlossen ist allerdings, dass ein neuer Anlauf für ein Einheitsdenkmal genommen wird, mit einem anderen Entwurf, an einem anderen Ort. Unverständnis herrschte im Bundestag dem Vernehmen nach wohl auch über die vielen Auflagen zu Denkmal- und Artenschutz sowie das aufwendige und zeitraubende Genehmigungsverfahren für das Projekt bei den Berliner Baubehörden. Sogar „nicht sichtbare und unzugängliche“ Teile vom Ziegelstein-Gewölbe des historischen Sockels sollten aufwendig restauriert werden. Das nährte Gerüchte, wonach das Projekt weder beim Bezirk noch beim Senat die ganz starken Befürworter hatte. Dass die Fledermäuse, die darin nisteten, außerdem noch umgesiedelt werden mussten, kam noch hinzu.

Weil die Auseinandersetzung um Genehmigungen und Auflagen irgendwann derart verhärtet waren, griffen schließlich sogar die Chefs ein: Doch die Einigung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) mit der von Berlin in den Bundestag gewechselten Staatsministerin für Kultur Monika Grütters (CDU) rettete das Einheitsdenkmal nur vorübergehend.

 

„Nachtragsvereinbarung“ mit den Architekten Milla und Partner

Dass die Stimmung kippte und die Wippe mit ihr, dürfte nicht zuletzt am letzten Bericht des Bundesfinanzministerium über das Projekt liegen. In dem Schreiben, das dem Tagesspiegel vorliegt, heißt es, dass eine „Nachtragsvereinbarung“ mit den Architekten Milla und Partner noch notwendig sei, mit der „zusätzliche Leistungen und Risikoübernahmen vergütet werden sollen“. Weil die Verhandlungen noch liefen, habe das Bundesfinanzministerium allerdings noch nicht die „Gesamtausgaben“ vorlegen können. Soll heißen: Auch die Steigerung der Kosten von zehn auf 15 Millionen Euro war nur eine vorläufige Schätzung – und mit ihr weitere Kostensteigerungen bereits angekündigt.

Der Entwurf für das Freiheits- und Einheitsdenkmal war ursprünglich durch die Choreografin Sasha Waltz und den Architekten Milla und Partner gemeinsam gestaltet worden und ging im Jahr 2007 als Sieger aus einem Wettbewerb hervor. Der Bundestag hatte dessen Bau beschlossen. Im Jahr 2012 stieg Sasha Waltz aus der Planung der etwa 50 Meter langen begehbaren Schale aus, die sich neigen sollte, wenn sich genug Erwachsene auf einer Seite versammeln.

 

 

Quelle: Der Tagesspiegel, 12.04.2016

 

 

 

102 Kommentare zu “Die Einheitswippe wird nicht gebaut!

  1. Erfreulich, dass dieser futuristische Wahnsinn, der zwischen Schlüter und Schinkel gezwängt werden sollte, nicht verwirklicht wird. Die Politiker sollten aus diesem ihrem Debakel ein paar Lehren ziehen. 1. Für ein Projekt in vorgegebener Umgebung sollte man keinen Wettbewerb für beliebige Phantasien ausschreiben, sondern wie im Fall des Schlosses einen Rahmen vorschreiben. 2. Sollte man die späteren Wartungskosten von Anfang an im Auge behalten — ein bewegliches Objekt ist immer und dauerhaft kostspieliger als ein statisches Denkmal.

    Die Idee, am Ort des Denkmals zur Erinnerung an die deutsche Einigung von 1871, ein Denkmal zur Erinnerung an die Wiedervereinigung von 1990 zu errichten verrät die heute hierzulande übliche moralische Überheblichkeit und negiert alle redlichen Einheitsbestrebungen von vor 1871. Man wollte bewusst angesichts britischer und französischer Einigungsfeindlichkeit (1871 wie 1990)  das Neue auf das Alte stülpen, d.h. das aus Zwangssteuern finanzierte futuristisch-alberne Mobile auf das Fundament des aus freiwilligen Spenden finanzierten sog. Kaiser-Wilhelm-Denkmals.  Wäre den heutigen Politikern, die immerfort von europäischer Einigung faseln, ein balkanisier6es Deutschland von Brüssels Gnaden lieber?

    Eine ungefähre (sagen wir vielleicht weniger pompöse) Wiedererrichtung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an seinem ursprünglichen Ort wäre erinnerungsmäßig und gestalterisch angemessen. Das Denkmal zur Erinnerung an 1990 gehört auf die Trampel-Wiese vor das Reichstagsgebäude, wo die Politiker die Wiedervereinigung verkündeten  — z.B. ein wie vielenorts zur Kuppel passender Obelisk (der keinerlei Wartung erfordert) und mit Relief- oder Schrift-Tafeln an der Basis, die es späteren Generationen erlauben. diese je nach Zeitgeist ohne viele Kosten zu ändern.

  2. Das war bezüglich Gestaltung und Ort ohnehin ein Mißgriff. Statt Denkmal zu sein, wäre die Wippe zum Eventspielplatz verkommen.

  3. Dann kann ja nun der Neptunbrunnen endlich an dieser Stelle wieder errichtet werden, wie es ohnehin sein sollte. U0001f601U0001f601U0001f60a

  4. hmh….auch wenn es ketzerisch klingen könnte, aber jetzt sollten doch Gedanken zur Rekonstruktion des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmales nicht mehr gänzlich verboten und abwegig sein….gleichsam als optimale Abrundung und Ergänzung des Schloss-Umfeldes…mit Rossebändigern, Oranier-Fürsten, Schlossbrunnen…..in Koblenz am Deutschen Eck, Mündung der Mosel in den Rhein, hat es auch funktioniert….Wünsche und Träume sind erlaubt……

  5. Der Neptunbrunnen stand aber nicht an der Stelle. Hier stand das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal. Der Neptunbrunnen (ehemals Kaiser- und auch Schlossbrunnen; oder auch als Begasbrunnen bezeichnet) stand auf dem Schlossplatz. U0001f609

  6. Es kommt recht selten vor: Gute Nachrichten aus Berlin! Welch eine Wendung durch Gottes Fügung. Wir sollten sofort mit den Planungen zur Rekonstruktion des ursprünglichen Denkmals beginnen und dies zeitnah umsetzen.

  7. Gestern kaum online gewesen.
    Heute durch Zufall am Hbf den Tagesspiegel entdeckt und einfach mal draufgeschaut.
    Siehe da, ich war total überrascht…und erfreut.
    Damit habe ich wirklich nie gerechnet. 😀
    Hoffentlich kommt jetzt stattdessen nichts „Lüscheriges“ hin!
    Schade, dass zuvor beinahe sinnlos die alten Mosaike entfernt worden sind.
    De facto sehr inkompetent, derart historische Zeugnisse von vor ca. 100 Jahren zu entfernen, ohne dass dieses Projekt definitiv mit Sicherheit gebaut werden würde.
    Naja, gehopst wie gesprungen. Die Sache ist fürs Erste erledigt.
    Jetzt wäre es doch sinnig, die alten Moaike zu reinigen und am Originalstandort wieder einzubauen. DANN wäre dies wirklich ein historischer Ort mit einem „Zeitfenster“ in die kaiserliche Gestaltung dieses Platzes!
    Kulturschaffende mögen doch Zeitschichten… 😉
    Ich wünschte mir mehr als die Mosaike, aber bevor diverse Aktivisten aus Moabit oder anderswo nunmehr in Verbindung mit dem Humboldt-Forum und den Weltkulturen auf abenteuerlichste Gestaltungsideen kommen, wäre mir ein rudimentäres Gelände im Mosaik-Zustand weitaus sinniger und empfehlenswerter!
    Auch weil es mit dem Eosander-Portal besser harmonieren würde.
    Okay, manche wollen sicherlich Brüche.
    Dann sollen jene ein paar Meter zum Reichstag gehen: Dort und in der Umgebung sind genügend Brüche vorhanden.
    Interessant finde ich folgendes:
    Das Denkmals-Gelände gehört dem Bund, genauso wie das Gelände des Berliner Schlosses?
    Der Bereich dazwischen allerdings gehört dem Land Berlin?
    Denn Lüscher hätte demzufolge bzgl. des Denkmalgeländes nichts zu melden, oder?
    Ich würde halt gerne wissen, wie die rechtlichen Zuständigkeiten verteilt sind.
    Auch um zu erfahren, ob der Bund rechtliche Instrumente zur „Steuerung“ der Gestaltung der Aussenanlagen des Schlosses hat (Schloßterrassen etc.).
    Um zu verhindern, dass diverse Berliner Akteure ihren Willen durchsetzen.
    Mir scheint da ein organisatorisches Miteinander zu existieren.
    Der Bund stellt in Aussicht, bzgl. des Neptunbrunnes eine Finanzierungsspritze zu offerieren, aber die Entscheidungsgewalt liegt beim Senat?
    Gut, scheinbar autonom bei Majestät Regula I. o.O
    Angesichts der Entwicklung der „Wippe“ wäre es mir lieber, wenn per se der Bund über alles die Entscheidungsgewalt hätte.
    Immerhin hat er selbst – der Bund – nunmehr sein eigenes Projekt gestoppt.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir dieselbe Wippe-Nachricht erhalten hätten, wenn Regula I. die entscheidende Instanz gewesen wäre.

  8. …wobei mir sehr wohl bewusst ist, dass eine Rekonstruktion wesentlich aufwendiger und damit teurer wird als die „Einheits-Wippe“…..aaaber, Wilhelm v. Boddien hat uns gezeigt, wie Visionen und Träume realisiert werden können….dafür Respekt und Dankeschön….!!!!!!!

  9. hmh….danke dir für diese super-stringente Argumentation….herrlich…nur so geht es….jetzt benötigen wir lediglich noch einen entscheidungsfreudigen Mäzen…. 🙂

  10. Bon débarras… Cette œuvre n’avait pas sa place au pied du nouveau château! Souhaitons une restitution de la colonnade du Kaiser…

  11. Das Kaiser Wilhelm Denkmal gehört dort hin ! Leider aber versuchen linke immer unsere Geschichte zu tilgen und kennen nur die ns Zeit :'( !!!

  12. aalso, ich möchte es mal vorsorglich recht vorsichtig formulieren: wenn sich innerhalb kürzester Zeit derartig viele ästhetisch und historisch interessierte Menschen begeistern lassen, dann sollte doch etwas zu wippen, äh, sorry, zu wuppen sein ??? 😉

  13. Na Gott sei Dank! Wer denkst sich eigentlich die Schand-Architektur in Berlin immer aus und noch schlimmer, wer segnet so etwas ab? Bestimmt Juristen.

  14. nachdem sie millarden mit dem flughafen verpulvert haben,bauen sie nun an der selben stelle wo sie den pallast der republik abgerissen haben,was ebenfalls milliarden verschlungen hat,für zig millarden etwas ähnliches ,was niemand brauch ,wieder auf.über die 100tausend obdachlosen reden wir mal nicht.das is berlin.

  15. Spender aus der Provinz
    Bin dem „Spender aus der Provinz“  (bin ich übrigens auch – für’s Schloss) dankbar für seine Worte. Der futuristische Quatsch passt nicht an diese Stelle!!

  16. Ah, sehr logisch argumentiert.
    Die baulichen Zusammenhänge völlig außer Acht lassend!
    Lieber auf Transferzahlungen setzen, was man natürlich verstehen kann, wenn man bedenkt, dass Berlin per se Empfänger von Transfers im horizontalen UND vertikalen Länderfinanzausgleich ist!
    Zahlenvergleiche zeugen von ökonomischer Kompetenz: Sie reden von Mrd. Abrisskosten! Ihre sachlich-fundierte Quelle? Fehlanzeige. Lieber mit Unterstellungen arbeiten!
    Nebenbei: Großschreibung beachten und Doppel-L unterlassen!
    Hinter „brauch“ kommt noch ein „t“. Vor Satzendzeichen sowie Kommata KEIN Leerzeichen setzen, stattdessen ex post!
    Was wollen Sie eigentlich in dieser Stadt?
    Besinnung auf Ihre Keimzelle? Auf den architektonischen Zusammenhang mit der Museumsinsel und dem Schlossplatz?
    Fraglich, ob Sie wissen, welcher der umliegenden Plätze der Schlossplatz ist!
    Wieso kramen Sie wieder alte Kamellen heraus?
    Vielleicht möchten Sie eher eine grüne Wiese statt einer Bildungseinrichtung? Die Steinmetzarbeiten negieren Sie absolut?
    Wofür auch Kultur und Kunst!
    Lieber ein paar Bierstände und Arbeiterlieder, stimmt’s?

  17. ein schlaumeier,da rescherschier mal was asbestsanierung auf berliner art kostet,im übrigen schreibe ich wie es mir passt,was ich in berlin will geht dich mal garnix an,was willst du denn?und ja ne grüne wiese is mir lieber als nen betonklotz der niemanden nüzt,zudem waren das was ich schrieb keine alten kamellen,alles actuell.

  18. Rescherschier…
    Diese Schreibweise zeigt, wie sehr Sie in der Lage sind, sich sachgemäß zu informieren und hierüber zu berichten!
    Aber frech werden, das klappt immer?!
    Nebenbei, ich wüßte nicht, dass hier das Duzen vereinbart worden ist!
    Gilt in Ihrem Hause keine Höflichkeitsnorm mehr?

  19. Gina Gans Sie sind einfach nicht willens oder – eher – nicht fähig, eine Quelle zu nennen!
    Arbeiten Sie in der Wissenschaft auch so?
    Setzt natürlich wissenschaftliche Tätigkeit voraus!

  20. bin ich hier dir gegenüber in irgendeiner schuld?wohl nicht.die sachen die ich schrieb sind allgemein bekannt die brauch man nicht belegen,und der befehlston gefällt mir auch nicht.las mich in frieden

  21. Wenn dem so wäre, dann wäre ich auch für eine Wiedererrichtung. Ein ähnliches Beispiel ist die Rekonstruktion des Reiterstandbildes am Deutschen Eck.

  22. Man sollte dieses Denkmal in Leipzig errichten, um die Bedeutung der friedlichen Revolution von 1989 mit den Worten „Wir sind das Volk“ und „Wir sind ein Volk“ am historisch richtigen Ort zu würdigen. Berlin kann sich dann ja – passend zur politischen Inszenierung – ein „Refugees Welcome!“-Denkmal gönnen. Die historisch richtige Wiedererrichtung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals wird man jedenfalls – schon aus den üblichen politischen Gründen – mit aller Macht zu verhindern suchen.

  23. Gott sei Dank! Diese Hürde wäre auch genommen! Als nächstes müssen nun Rossebändiger, Neptunbrunnen und die Wiedererrichtung des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals angegangen werden!

  24. Was die Linke meint und will sollte uns einen feuchten Kericht kehren! Wichtig ist, daß WIR wissen was wir wollen! Also: Frisch ans Werk und Interessenten/Sponsoren gesammelt. Irgend nen US-Milliardär wird es doch geben, der was für „good old Germany “ übrig hat. ^^

  25. Ich meinerseits bin enttäuscht ..und hätte mir durchaus ein Einheitsdenkmal in überarbeiteter Form an dieser sensiblen Stelle gewünscht.Denn auch der teilweise Wiederaufbau des Stadtschlosses ist als Einheit Deutschlands zu verstehen.Berlin ist eine moderne Hauptstadt und sollte nicht in Kaiser Wilhem Zeiten verfallen .

  26. Uwe Dortmund sehr geehrter Herr Dortmund, der Duden ist für Frau Gans leider nicht greifbar, die restlichen Äusserungen sind schlichtweg obsolet und daher zu ignorieren…..halt ne dumme Gans…..

  27. mehr als beleidigungen fallen euch nicht ein,das sagt ja mal alles aus ,was euer klientel betrifft:)nachdem dann das wilhelmdenkmal gebaut ist könnte ich mir noch einen triumpfbogen vorstellen,10 mal so groß wie in paris,das wäre doch was für euch oder:)

  28. Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Der Abriss des Palastes hat 119 Millionen Euro gekostet. http://www.welt.de/regionales/berlin/article3043966/So-teuer-war-der-Palast-der-Republik-wirklich.html. Damit liegen Sie Gina Gans zu Ihrem ursprünglichen Post (wenn man nur davon ausgeht das sie 1 Milliarde meinten) um 88,1% daneben. Der Neubau kostet 552 Millionen. http://berliner-schloss.de/finanzierung-des-schlosses/ Auch hier liegen Sie dann mit 44,8% daneben. Obdachlose in Berlin gibt es Gott sei Dank nur Rund 5000. Sie liegen demnach hier sogar um 95% daneben. Das meine ich damit das Sie hier Unsinn verbreiten ohne diesen wirklich zu belegen. Wie Sie sehen habe ich mir die Mühe gemacht im Gegensatz zu Ihnen hier die Quellen rauszusuchen. Da bringt es auch nichts zig Posts untereinanderzusetzen. Was das Ganze dann auch noch mit dem BER zu tun haben soll ist mir schleierhaft.

  29. die zahl 5000 obdachlose ist geschönt,das sind nur die welche wirklich auf der straße leben,es sind viel mehr die kein wirkliches zuhause haben aber nicht registriert sind,mit den millarden lag ich daneben zugegeben was aber nichts daran ändert das hier millionen verplämpert werden für nichts,so wie eben beim ber welcher auch nicht benötigt wird.es tät berlin gut wenn in berlin nicht solche verschleierungskünstler am werke wären sondern welche die die wirklichen probleme anpacken.

  30. Erstaunlich, dass sich so viele Stimmen positiv zum Wiederaufbau des Kaiser-Wilhelm-Denkmals äußern. Ich dachte so etwas wäre tabu.  Übrigens die 4 Löwen des alten Denkmals sind erhalten und befinden sich irgendwo in Berlin.

  31. Die wilhelminische Zeit war eine der fruchtbarsten Epochen in den Bereichen Wissenschaft, Architektur und Fortschritt für unser Land! Kaiser Wilhelm hat seinen Platz in unserer Geschichte. Ganz Berlin ist ein einziges Einheitsmonument. Ein Denkmal dazu ist so überflüssig wie ein Doppelkinn.

  32. Klar, in der Schule haben wir noch lernen müssen, dass Kaiser Wilhelm zwo auch den ersten Weltkrieg begonnen hat und auch verantwortlich war für das 3. Reich. Heute ist man schlauer.

  33. Jürgen Aha ..Sie haben in Ihrer Aussage vollkommen recht..und sprechen mir aus der Seele doch ein bescheidenes Einheitsdenkmal würde Berlin,als ehemals geteilte Stadt,dennoch eine nationale ,wie international Bedeutung des Nichtvergessens gut zu Gesicht stehen .

  34. Michael Wolff: ich denke, mit der Begeisterung für die Rekonstruktion des Nationaldenkmales von Wilhelm I. sind wir nicht gänzlich einsam……es macht schlichtweg Sinn, das Denkmal vor dem Eosander-Portal zu errichten…um das Umfeld des Schlosses sinnvoll zu ergänzen und abzurunden…..

  35. Gott sei Dank, bleibt uns diese Wippe, dieses hässliche Konstrukt aus der  Vorhölle der postmodernen Entsetzlichkeit erspart. Ich bin extra nach St.Petersburg gefahren und habe mir an der Anitschowbrücke die Originale der Skulpturen der Rossebändiger angeschaut.  Danach war ich im Kleistpark und habe sie dort wiedergefunden. Zur Wiedereröffnung gehören diese an den Platz, wo sie immer standen.

  36. Richtig! Die Rossebändiger gehören wieder an ihren alten Platz – wozu sonst eine historische Fassade, wenn man Details (die vorhanden sind) ausklammer will…?

  37. Liebe Freunde einer geschichtsgetreuen Rekonstruktion des Schlossumfeldes, lasst alle Hoffnung fahren:
    Die Staatsbaudirektion (um die verantwortliche Institution zu nennen und mal nicht Frau Regula Lüscher beim Namen zu nennen), wird nach der Ablehnung des Einheitsdenkmals jetzt die Chance nutzen und die geplanten öden, zeitgemäß urban-leeren Granit-Flächen rund um den Schlossbau um weitere 1000 qm  erweitern.

  38. Man sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Denken wir an den Kampf von Herrn von Boddien!  Wir sollten  das Ziel weiter verfolgen. Das Gelände des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Denkmals gehört dem Bund. Daher dürfte Frau Lüscher in dieser Sache wenig mitzureden haben.  Wie dem auch sei, das Gelände liegt nun brach und daher ist wohl das Dringendste dieses alsbald möglichst gewinnbringend zu vermieten (sofern die involvierten Behörden sich nicht im Kompetenzdschungel verirren). Reklame für BMW oder dergleichen  wäre geeignet, da das Umfeld Baustelle ist. Aber man sollte auch fragen, wie es um die Verantwortlichkeit der involvierten Politiker steht. Können diese Herrschaften einfach Millionen Steuerzahler-Euros in sinnlosen Wettbewerben verpulvern?  Sollten diese nicht zu einem erträglichen Teil — man nennt das hierzulande ja moralische Verantwortung — für das verpulverte Geld aus ihrem eigenen Vermögen  aufkommen? Bekannte Namen sind darunter. Man darf gespannt sein, ob der (zugegeben nicht immer sehr feine) Herr Mario Barth in seinen RTL-Steuerverschwendungssendungen sich dieser Thematik annimmt. Bin gespannt, obgleich ich nur wenig TV schaue.

  39. Die Schlossumgebung
    sollte weitgehend rekonstruiert werden, denn durch sie wurde der große Schlossbau mit den Terrassen, den
    Rossebändigern, dem Neptunbrunnen und dem Reiterdenkmal des Großen Kurfürsten sinnvoll
    und sehr schmuckvoll umrahmt. Dafür lohnt es sich zu streiten. Aber das pompöse
    Reiterdenkmal Wilhelm I wäre ein großer,
    geradezu absurder Fehler. Dieser Monarch war gegen das liberale Bürgertum, trat
    für die gewaltsame Niederschlagung der Märzrevolution 1848 ein, war Kommandeur
    gegen die Freiheit fordernden Aufstände in Baden und in der Pfalz. Als Sieger
    von Sedan wurde er nach 1871 zum Mittelpunkt eines überheblichen Kaiserkults.
    Auch wenn er nach 1860 eine liberalere Entwicklung in Preußen einleitete und als
    Monarch des 19. Jhds. sicher nicht schlimmer war als andere Herrscher in Europa,
    wäre ein restaurativer Wiederaufbau dieses sperrigen, mit Säulen, Adlern,
    Löwen, Quadrigas und Göttinnen völlig überladenen Denkmals nicht nur eine
    geschmackliche, sondern auch eine politisch-symbolische, rückwärts gewandte Blamage.
    Konsequenz: Den Platz im Zweifel ganz frei lassen!

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