Der Wandaufbau der historischen Fassaden

Die Rekonstruktion der historischen Fassaden folgt dem Muster Andreas Schlüters. Auch dieser baute vor das Renaissanceschloss von Kurfürst Joachim II. eine ca. 80 cm dicke Ziegelwand mit eingelassenem Sandstein als Barockfassade, weil der Kernbau Joachims dahinter bewohnbar bleiben sollte. Genauso verfahren wir heute: Eine dicke Ziegelmauer wird nun vor den Betonkern gesetzt, in die dann die Sandsteinelemente je nach Größe und Gewicht mehr oder minder tief eingelassen werden.

Oft wird in den Medien geunkt, dass viele Teile der historischen Fassaden aus Geldmangel entfallen könnten, wenn die Spendensammlung nicht den gewünschten Erfolg hat. Dazu ganz klar: Es wird kein Schloss minderer Qualität geben. Schon aus statischen Gründen geht das gar nicht! Das Schloss wird mit seinen rekonstruierten Fassaden wieder so schön aussehen wie einst!

Deswegen wurden fast alle historischen Fassaden ausgeschrieben und bereits vollständig beauftragt, mit allen Gesimsen, Reliefs, Fenstergewänden und Verdachungen, mit Säulen und Pilastern, Kapitellen, Adlern und Genien, in maßgenauer Originalgetreue und Schönheit. Die Arbeiten werden ständig von äußerst genau kontrollierenden Fachleuten für den Barock überwacht.

Wegen der Statik für die Einbindung des Sandsteins in die gemauerte Fassade sind das nicht nur Kunst- und Architekturhistoriker, sondern auch Bau- und Steinsachverständige. Schon Ende 2018 werden die Fassaden weitgehend fertiggestellt sein. Aber das stellt für uns die größte Herausforderung für unsere Spendensammlung dar: Wir müssen bis dahin jedes Jahr weitere 15 Millionen Euro sammeln, damit es nicht zu einem Manko kommt. Bitte helfen Sie mit!

Schauen Sie sich die nebenstehenden Bilder vom Bau der Musterfassade an, sehen Sie, wie intensiv der Wandaufbau der historischen Fassade aus Sandstein mit dem üppigen Ziegelmauerwerk verzahnt ist. Genauso machte es Andreas Schlüter vor über 300 Jahren!

 

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