Das Schloß, -und nur das Schloß-.

Werte Schloßbefürworter, wie auch -gegner,

mit großem Interesse lese ich seit einiger Zeit die Beiträge; bin dadurch gewiß nicht dümmer geworden; nur eines mißfällt mir sehr: Sachlichkeit und vor allen Dingen Sachbezogenheit lassen viele Schreiber zunehmend außer acht. Ich bin für die Schloßrekonstruktion und zwar deshalb, weil ich mich -rein gefühlsmäßig und subjektiv- beim Anblick eines historischen Gebäudes bzw. dieser verschiedensten Architekturformen viel wohler fühle als beim Anblick eines „kalten“ Stahl-Glas-Würfels.

Es ist wohl auch ein nicht nur kleines Stückchen mehr Menschlichkeit, das alte Gebäude bzw. alte Architektur ausstrahlen. Auf der Website einer themenverwandten Vereinigung habe ich folgendes vorange-stelltes, sicher einigen bekanntes Zitat von Hermann Hesse gelesen, über welches man -ohne es gleich abzutun- wirklich nachdenken sollte:

„Soll man rekonstruieren? Ich muß die Frage rückhaltlos bejahen. Vielleicht ist die Zahl der Menschen in Deutschland wie außerhalb heute noch nicht so sehr groß, welche vorauszusehen vermögen, als welch vitaler Verlust, als welch trauriger Krankheitsherd sich die Zerstörung der historischen Stätten erweisen wird. Es ist damit nicht nur eine Menge hoher Werte an Tradition, an Schönheit, an Objekten der Liebe und Pietät zerstört: Es ist auch die Seelenwelt dieser Nachkommen einer Substanz beraubt, ohne welche der Mensch zwar zur Not leben, aber nur ein hundertfach beschnittenes, verkümmertes Leben führen kann.“

Diese Worte stammen wohl aus der Kriegs/Nachkriegszeit mit ihren Ergebnissen, lassen sich doch aber sehr wohl auch noch in die heutige Zeit und weiterhin übernehmen.

Ich wünsche dem Schloßwiederaufbau alles Gute und nicht allzu viel Steine im Weg!

3 Kommentare zu “Das Schloß, -und nur das Schloß-.

  1. Schön, daß Sie sich gleich ohne weiteres Theater in die Reihe derjenigen hinzugesellen, die genauso viel zu sagen hat wie Sie. Nämlich rein gar nichts.

    Vielleicht schaffen Sie eines Tages über Ihren Tellerrandhorizont hinauszublicken. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen umfassende Genesung des Denkorgans. An den ausbleibenden Therapieerfolgen maße ich mir an, die Ferndiagnose zu stellen, daß bei Ihnen bereits Hopfen und Malz verloren ist.

    "Menge hoher Werte an Tradition, an Schönheit, an Objekten der Liebe und Pietät"

    Womit Hermann ja überaus treffend das Schloß charakterisierte, nicht wahr? Hören Sie doch auf, irgend was so umzubiegen, daß es Ihnen und anderen in den Kram paßt. Widerlich! Was täten Sie und Ihre rückwärtsgewandten Gesinnungsgenossen nur, wenn Sie keine Vorplapperer hätten? Schweigen? Oder nachdenken?

  2. C.Höfer schrieb:
    "Womit Hermann ja überaus treffend das Schloß charakterisierte, nicht wahr? Hören Sie doch auf, irgend was so umzubiegen, daß es Ihnen und anderen in den Kram paßt. Widerlich!"

    Erinnern Sie sich bitte in Zukunft an diese Anklage, wenn Sie wieder dabei sind, Schinkel zu zitieren. Ansonsten wird man verleitet, Ihnen selektive Wahrnehmung zu unterstellen.

  3. Ach Gottchen, da habe ich also mal zwei Schinkelzitate, die sogar noch passend sind, gebracht, und alle jaulen auf. Getroffene Hunde bellen nun mal laut.

    Der Webmaster hat erst letztens Kleihues für seine Zwecke mißbraucht. Des weiteren erinnere ich mich an die Asbestauseinandersetzung mit irgend jemanden, der doch glatt einen Ärztekongreß mit dem Palast in Verbindung brachte und Hunderttausende Tote diagnostizierte (der Mensch, der das behauptete, nicht der Kongreß).

    Am besten, wir einigen uns ALLE darauf, daß gar keine Zitate mehr verwendet werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.