Das Schloss im Bau

Schloss- und Rohbau: die Kuppelfassade Eosanders

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Das Berliner Schloss vor der Zerstörung. Westfassade zu den Linden hin

Das Berliner Schloss am 10. September 2015. Westfassade zu den Linden hin. Baubeginn der Kuppel, Baubeginn der historischen Fassaden

Bauzustand Mitte April 2015

Schneller als erwartet: Die historischen Fassaden wachsen rasant in die Höhe

Vergleichen Sie doch einmal die eingespiegelten Bilder von der Aprilausgabe mit den neuen vom September!

Berliner_Extrablatt_Ausgabe-84_150dpi_sRGB_Seite_03_Bild_0001Ein Wunder geschieht: Alles was Sie mit den neuen Bildern vom September im Extrablatt an neu gebauten, historischen Fassaden, an Modellen und fertig bearbeiteten
Schmuckelementen aus Sandstein sehen, ist von unseren Spendern bezahlt worden! Dafür sind wir Ihnen allen herzlich dankbar!

Wie geht es nun weiter? Zunächst eine Erklärung: Die Fassaden des Berliner Schlosses bestehen aus den Portalen und den Rücklagen, das sind die Fronten mit den Schlossfenstern. Diese Rücklagen werden an allen äußeren Fassaden bereits im April 2016 bis zum Hauptgesims hochgemauert sein, mit allen Details des historischen Schlosses. Selbst die nachträglichen Veränderungen der Erdgeschossfenster durch den Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. werden rekonstruiert.

Dies beweist, dass die Unkenrufe, hier würden aus Geldmangel wichtige Elemente weggelassen, ohne jede Grundlage sind.

Gleichzeitig beginnt im Herbst der Bau der fünf äußeren Portale, die schon Ende 2017 hergestellt sein werden, mit dem Portal II am Schlossplatz und Portal III unter der Kuppel wurde schon begonnen.

Auch der Schlüterhof befindet sich in einem fortgeschrittenen Baustadium. Die ersten Säulen der Arkaden stehen. Sie werden den unteren Umgang tragen. Darüber werden dann die Pilaster des oberen Umgangs folgen. Der Bau der Portale im Hof beginnt im Herbst, die Basen der großen Säulen stehen bereits überall.

Das Berliner Schloss – Humboldt Forum beim Richtfest am 12. Juni 2015
(Fotos: Jan Juri Reetz, Berlin/Hannes Bibelhausen, Grasberg)

Wenn Sie sich weiter unten das Berliner Schloss (Schlüterhof mit Domkuppel) genau ansehen, entdecken Sie, dass diese rund 80 cm über dem Boden des Hofs stehen. Dieser wird später nämlich noch aufgefüllt und erhält dann seine Pflasterung, die sich an dem historischen Vorbild anlehnt. Die Zugangsportale vom Lustgarten und vom Schlossplatz her liegen auf einem tieferen Niveau als die des Haupteingangs im Portal VI, hinter dem früher die berühmte Gigantentreppe Andreas Schlüters lag. Der Hof bekommt so auch sein historisches Gefälle wieder.

Mir machen diese Bilder eine große Freude. Sie zeigen auch dem letzten Zweifler, wie schön das Schloss wird, wie authentisch seine Rekonstruktion sein wird. Und schon jetzt, nach der Errichtung des Rohbaus der Kuppel, bringt die Baumasse des Schlosses die Berliner Mitte wieder in ihre alte Ordnung, die Proportionen der historischen Gebäude stimmen wieder und selbst der riesige Dom erhielt durch die Größe des Schlosses wieder maßvolle Beziehungen zur historischen Mitte.

Kurz vor dem Ende unserer Ausstellung der Schlosssimulation 1993/1994 sagte Marianne von Weizsäcker, die Gemahlin des damaligen Bundespräsidenten, zu mir: „Jetzt sieht hier alles wieder so normal aus, als ob hier nie etwas anderes gewesen wäre!“

Und genau das merkt man schon heute, nur noch klarer als damals, weil das Schloss in seiner ursprünglichen Schönheit einen noch viel tieferen Eindruck macht.

Schloss- und Rohbau: die Schlossplatzfassade

Die Rückkehr des Neptunbrunnens ist noch nicht gesichert

Das Berliner Schloss im Jahr 2019, Schlossplatzfassade mit dem Neptunbrunnen

Das Berliner Schloss am 10. September 2015, Schlossplatzfassade, Rohbau

Bauzustand Mitte April 2015

Das Berliner Schloss vor der Zerstörung, Südostfassade mit Neptunbrunnen, Portal I, Eckrondell und Marienkirche

Das Berliner Schloss am 10. September 2015, Südostfassade, Rohbau mit Portal I, Eckrondell und Marienkirche

Bauzustand Mitte April 2015

Das Berliner Schloss im Jahr 2019, Schlüterhof mit Domkuppel

Das Berliner Schloss am 10. September 2015, Rohbau, Schlüterhof mit Domkuppel

Bauzustand Mitte April 2015

Das Berliner Schloss von den Linden aus im Jahr 2019

Das Berliner Schloss von den Linden aus am 10. September 2015: Die Kuppel im Rohbau gibt der Stadt jetzt schon ein neues Gepräge.

Bauzustand Mitte April 2015

14 Kommentare zu “Das Schloss im Bau

  1. Die Bilder lassen einen das Jahr 2019 herbeisehnen. Die Fortschritte sind großartig und die Wirkung für das Stadtbild wird immer deutlicher. Deutlich wird auch das der Neptunbrunnen und die Rossebändinger unbedingt unbedingt an ihren historischen Platz müssen.

  2. Jeg ved nu ikke rigtigt! Først bortsprænger DDR-regimet slottet, der klarede sig nogenlunde gennem krigen. Lige som domkirken. Sprængningen skyldtes, at man så slottet som et symbol på presussisk militarisme, sagde man. Man ønskede med andre ord at frigøre sig fra historien. Så henlå området i mange år som en græsplæne indtil man i midten af 1970erne opførte Palast der Republik, der kom til at symbolisere DDR. Det skulle så med djævelens vold og magt nedrives. Den formelle begrundelse var asbest. Reelt ønskede man igen at frigøre sig fra historien og man gjorde det hen over hovedet på de tidligere DDR-borgere, som forbandt noget positivt med palasset. Nu genopfører man så slottet i beton, et slot som stort set ingen nulevende har noget forholdt til. Der står vi midt i historieløsheden. Når man visker den historiske tavle ren for at glemme, er risikoen for historien gentager sig reel. For mig er det genopbyggede slot et symbol på at man ønsker at glemme nazitiden og den direkte konsekvens DDR.

  3. Det er let at sige, at hvis du bor i smukke København.
    Der er meget meget mange påmindelser om DDR og NS-regimet. Må ikke bekymre dig! Vi vil ikke glemme det.

  4. Nun müssen nur noch die Berliner Politiker etc. noch überzeugt werden, daß man sich doch noch für die historische Umfeldgestaltung (Terrasse/ Begrünung, Rossebändiger, Neptunbrunnen) entscheidet, damit das Schloß – so wie es ja einst konzipiert war – harmonisch in das Umfeld eingebettet wird.
    Ich vertraue hier aber auf die unermüdliche Überzeugungsarbeit von Herrn von Boddien und seiner Mitstreiter / des Berliner Schloßbaufördervereins und weiterer Unterstützer 🙂

  5. Sie sollten mal mit dem Fahrrad durch Berlin fahren und die leeren Wohnungen zählen…hier wird künstlich eine Wohnungsknappheit erzielt, um die Preise hochzuhalten. Anbei ein leerer Wohnblock in der Nähe des Alex…

  6. Eine Weltstadt, gewinnt ihren Ursprung zurück. Das Humboldt Forum gibt den Glanz alter Zeiten einen Spiegel und wird zu gleich ein Hort der Kommunikation. Die Weisheit der Alten und die Kreativität der Jugend geben der Stadt ihren Status SPREEATHEN zurück.

  7. Wer immer die Restauration der Schlossumgebung als Anachronismus bezeichnet, verwechselt wohl die Begriffe. Wenn die Rückführung der Rossebändiger,
    des Neptunbrunnens, der Schlossterrassen, ja sogar der Oranierfürsten und des Großen Kurfürsten an ihre ehemaligen, originalen
    Standplätze beschlossen würde, wäre das absolut kein Anachronismus. Im Gegenteil. Wenn man das rekonstruierte
    Schloss nicht als isoliertes Bauwerk in einem gesichtslos modernen („zeitgemäßen“)
    Umfeld betrachtet, sondern eingebunden in das Städtebau-Ensemble des Berliner Zentrums als
    Gesamtkunstwerk, dann bilden all diese Objekte mit ihren Geschichten zusammen mit dem Schloss einen
    wunderbaren Synchronismus. Das wäre eine
    zu wünschende, der jeweiligen Entstehungszeit entsprechende, also ganzheitliche und zeitgemäße
    Stadtreparatur.

  8. warum? Fakt is die Leute können ihre Mieten nicht mehr zahlen und Madamme Mutti braucht ein Schloss!! Diese Arroganz kenn ich nur von den Münchnern her!

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