Wowereit appellierte wegen Stadtschloss an Merkel

Wowereit appellierte wegen Stadtschloss an Merkel

 

Politiker haben eine Verschiebung des Stadtschloss-Wiederaufbaus ins Gespräch gebracht – darum nutzte Berlins Regierender Bürgermeister die Eröffnung des Neuen Museums, um an die Bundesregierung zu apellieren: Sie dürfe ihre eigenen Entscheidungen nicht in Frage stellen. Die anwesende Bundeskanzlerin reagierte prompt.

Die Überlegungen zu einer zeitlichen Verschiebung beim Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses waren am Freitag Thema bei der Eröffnung des Neuen Museums in Berlin. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) appellierte bei der Eröffnung des Neuen Museums in Berlin an die Bundesregierung, ihre „eigenen Entscheidungen nicht in Frage zu stellen“. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte darauf und versicherte, dass der Bund auch seine zukünftigen Verpflichtungen „ernst nehmen“ werde. Auf die Beschlüsse des Bundestages sei Verlass, fügte sie hinzu.

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Medienberichten zufolge ist der Zeitplan des Schlossbaus in Gefahr. Demnach haben Vertreter der Unions-Bundestagsfraktion in den Koalitionsverhandlungen mit der FDP vorgeschlagen, die Realisierung des 552 Millionen Euro teuren Projekts um vier Jahre zu verschieben.

Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner CDU, Frank Henkel, warnte vor einer Verzögerung des „für ganz Deutschland einzigartigen“ Schlossprojektes und appellierte an den Bund und das Land Berlin, am geplanten Wiederaufbau des Stadtschlosses als Humboldtforum festzuhalten. Die Grünen befürworten hingegen Überlegungen für eine Verschiebung.

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Die Welt, 16.10.2009