Von Pfahlbauten und Festzelten
„Auf den Zeichnungen wirkt das asymmetrische Haus aus gelochten Stahlplatten wie ein gebautes Pamphlet dekonstruktivistischer Architektur. So will man sich von der legendären roten Info-Box am Potsdamer Platz abheben, die so etwas wie die Mutter aller Infopavillons der modernen Baugeschichte ist“, schreibt der Tagesspiegel in seiner heutigen Ausgabe. In einem dreistufigen Auswahlverfahren hat sich das Berliner Büro KSV Krüger Schuberth Vandreike mit seinem Entwurf für die so genannte Humboldt-Box auf dem Berliner Schlossplatz durchgesetzt.
Die Architekten über den fünf Millionen Euro teuren Bau: „Die Humboldt-Box kommuniziert das Anliegen des künftigen Humboldt-Forums als öffentlicher Ausstellungs- und Veranstaltungsort für Wissenschaft, Kultur und Kunst. Als gebaute Skulptur vereint das Bauwerk Elemente des Provisorischen und Flüchtigen, wie man sie von Pfahlbauten oder Festzelten kennt. Das Skelett im Zusammenspiel mit den dazwischen liegenden, perforierten, gewebeartigen Hüllflächen prägt die Erscheinung der Humboldt-Box. Die gestaltprägende Stahlkonstruktion gegeneinander geneigter Stützen und Ebenen resultiert aus dem optimalen Kräfteverlauf der Lastabtragung oberhalb der Leitungstrassen.“
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www.baunetz.de, 09.09.2009
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