Ungültig – Kartellamt kassiert Stadtschloss-Vertrag
Beim Bau des geplanten Stadtschlosses in Berlin, dem Humboldt-Forum, drohen erhebliche Verzögerungen. Die Vergabekammer des Bundeskartellamts in Bonn erklärte gestern den Vertrag mit dem Architekten Franco Stella aus formalen Gründen für nichtig.
Die Vergabe der Bauleistungen des 552 Millionen Euro teuren Schlosses muss nun neu verhandelt werden. Stellas Entwurf des Gebäudes mit seinen drei historischen und einer modernen Fassadenseite wurde nicht infrage gestellt.
Der italienische Architekt sagte in einer ersten Stellungnahme, er bedauere es außerordentlich, „dass sich die Realisierung des Entwurfs nunmehr verzögern könnte“. Eigentlich war der Baubeginn für das nächste Jahr geplant. Geklagt hatte der dritte Preisträger, der Berliner Architekt Hans Kollhoff. Er hatte die „Nichteinhaltung der formellen Vorgaben“ und die mangelnde Transparenz bei der Auftragsvergabe an Stella beanstandet. Auch die spätere Hinzuziehung weiterer Architekturbüros für die Bauausführung wurde beanstandet.
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Berliner Morgenpost, 12.09.2009
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