Tiefensee: Architektenwettbewerb zum Bau des Humboldt-Forums kann in diesem Jahr starten
„Der internationale Architektenwettbewerb zum Bau des Humboldt-Forums kann noch in diesem Jahr starten. Wir wissen, dass sich viele Architekten und Architektinnen an diesem anspruchsvollen Wettbewerb beteiligen wollen. Die notwendigen Mittel stehen jetzt zur Verfügung und die Vorbereitungen zu diesem Verfahren laufen“, sagte heute Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee in Berlin.
Der Beschluss des Deutschen Bundestages sieht die Bebauung im Berliner Schlossareal „unter Berücksichtigung der historischen Fassaden und der
Nutzungsvariante des Humboldt-Forums“ vor. Die Kosten für die Realisierung des Projektes sind mit 480 Millionen Euro ermittelt worden. Tiefensee hatte
kürzlich nach Prüfung mehrerer Realisierungsvarianten das Konzept eines konzentrierten Entwurfes vorgestellt: Auf dem Schlossplatz in der Mitte
Berlins soll mit dem Humboldt-Forum ein neues Forum der Kunst, Kultur und Wissenschaft entstehen: Eine Präsentation der außereuropäischen „Neuen
Welt“ im Humboldt-Forum als Ergänzung zur „Alten Welt“ auf der Museumsinsel. Mit dem Humboldt-Forum im Schlossareal entsteht eine Synthese von bisher stets getrennt präsentierten Bereichen. „Der Entwurf des
neuen Konzeptes verfolgt das Ziel einer Konzentration auf das Wesentliche: Die Fokussierung auf den kulturellen Kern“, sagte der Minister.
Nach Abschluss des Wettbewerbs soll im nächsten Jahr auch die konkretisierende Entwurfs- und Ausführungsplanung beginnen. 2010 könnte dann Baubeginn sein. Das Humboldt-Forum soll ab 2013 für Besucher offen stehen.
Die herausragenden musealen Sammlungen der staatlichen Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem (außereuropäische Kulturen) sollen zukünftig durch die besucherfreundliche Lage in der Mitte Berlins wieder ihre verdiente Beachtung finden. In der Tradition Alexander von Humboldts soll der Bereich der Wissenschaft und Forschung dauerhaft präsentiert werden. Bisher sind die Sammlungen der Humboldt-Universität einer breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Pressemitteilung des BMVBS, 08.03.2007
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