Streit um Riesenposter – Info-Box nur mit Plakaten

Streit um Riesenposter – Info-Box nur mit Plakaten

Das riesige Werbeposter auf dem Berliner Schloßplatz soll verschwinden. Darin sind sich der Bezirk Mitte und der Senat einig. „Die Voraussetzungen für Werbung sind nicht gegeben“, sagte Stadtentwicklungs-Staatssekretärin Maria Krautzberger (SPD). Die Reklame eines Getränkekonzerns prangt auf einem Gerüst um Baucontainer gegenüber dem Berliner Dom, wo die Firma „Megaposter“ die Humboldt-Box bauen will. Diese soll künftig über den Bau des Schlosses informieren.

Krautzberger sagte im Ausschuss für Stadtentwicklung des Abgeordnetenhauses, es handele sich nicht um ein Baugerüst, sondern ausschließlich um eine Tragekonstruktion für das Poster. Deshalb sei die Werbung nicht zulässig. Auf die Frage, ob damit die teilweise Finanzierung der Humboldt-Box durch Werbung gefährdet sei, sagte die Staatssekretärin: „Das sehen wir nicht.“

 

Gerd Henrich, Managing Director der Firma „Megaposter“ sieht das anders. Er ist er überrascht, als er von Morgenpost Online erfährt, dass das Plakat abgehängt werden soll. Der Senat habe der Firma zugesichert, dass Werbeplakate aufgehängt werden dürfen, um so die Box zu finanzieren, sagte er: „Das steht definitiv im Vertrag.“ Ab Oktober hätte „Megaposter“ Plakate aufhängen dürfen, habe dies aber erst jetzt getan. Ohne Poster „fällt die Finanzierung“ der Humboldt-Box, sagte Henrich.

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Berliner Morgenpost, 07.12.2009