Stiftung für das Stadtschloss gegründet
Trotz der neuen Vorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe des Auftrags für die Planung und den Bau des Stadtschlosses an den Architekten Franco Stella dringt der Bund auf eine zügige Realisierung des Projektes. Seit 1. November hat der neue Vorstand der Stiftung Stadtschloss, die als Bauherr bei dem Projekt auftreten wird, seine Arbeit aufgenommen. Der frühere Chefplaner des Regierungsumzugs von Bonn nach Berlin, Manfred Rettig, hat als neuer Stiftungschef bereits Gespräche mit dem Förderverein Stadtschloss aufgenommen. Noch im Dezember könnte es eine erste Pressekonferenz der beiden Einrichtungen geben.
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Als „wichtigen und ernsthaften Ansprechpartner“ bezeichnet der Stiftungsvorstand den Förderverein Stadtschloss. Rettig hofft darauf, dass die vom Förderverein eingesammelten Spenden „als Geld“ bei der Stiftung ankommen. Ob auch die vom Spendenverein in Auftrag gegebenen und von Bildhauern geschaffenen Gipsmodelle der Plastiken und Ornamente für die Schlossfassade Verwendung finden, kann Rettig noch nicht sagen. „Wir müssen erst bewerten, ob wir sie gebrauchen können.“ Die Modelle sollen bei den späteren Steinmetzarbeiten an der Schlossfassade als Vorbilder dienen.
Der Förderverein hat in die Herstellung der Modelle und in Pläne laut Bilanz über vier Millionen Euro investiert – nur 2,5 Millionen Euro Spendengelder sind noch als „liquide Mittel“ vorhanden. Fördervereinschef Wilhelm von Boddien sagt: „Wir wollen im Dezember zusammen mit der Stiftung über die Aufgabenteilung informieren und eine Million Euro Spendengelder übergeben.“ Auch die fassadenmodelle werde man übertragen.
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Tagesspiegel, 18.11.2009
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