Stellas Schlossplaner kommen aus der Möbelbranche
Am morgigen Mittwoch verhandelt das Oberlandesgericht Düsseldorf über die umstrittene Vergabe des Auftrags für den 550 Millionen Euro teuren Bau des Berliner Stadtschlosses an Franco Stella. Dazu hat der Architekt aus Vincenza ein Schreiben vom Präsidenten der Architektenkammer aus der italienischen Provinz vorgelegt. Dieser bescheinigt Stella, dass der Architekt die Bedingungen für eine Teilnahme an dem Wettbewerb um die Gestaltung des Schlosses erfüllt habe.
Nur Büros mit mindestens drei Mitarbeitern oder einem Umsatz von 100 000 Euro im Jahr waren berechtigt, an dem Wettbewerb um die anspruchsvolle Aufgabe teilzunehmen. Der Kammerpräsident versichert in dem zweiseitigen Schreiben, das dem Tagesspiegel vorliegt, Stella habe drei Mitarbeiter gehabt. Diese seien als Angestellte der Firmen von Stellas Bruder Alberto geführt und Franco per Werkvertrag überlassen worden. Bruder Albertos Firma „Estel“ stellt Designer-Möbel her.
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Tagesspiegel, 01.12.2009
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