Stella freut sich über Stadtschloss-Bauverzögerung

Stadtschloss-Architekt Franco Stella will ohne Zeitdruck seine Projekt- Pläne verfeinern.

Der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses liegt seit Monaten auf Eis. Doch Architekt Franco Stella äußert sich zuversichtlich über die Fortsetzung des gestoppten Projektes.

„Wir wollen noch in diesem Jahr mit dem Genehmigungsverfahren beginnen“, sagte Stella der dpa und gab zu, dass er die Bauverzögerung im Grunde begrüße. Sie gebe ihm die Chance, die Pläne ohne Zeitdruck zu verfeinern und zu vertiefen. Was die Innengestaltung der Museen des Humboldt-Forums im Schloss angeht, ist man indes einen Schritt weiter. Ausgewählt wurden Entwürfe der Architekten HG Merz, Iglhaut + von Grote (beide Berlin) sowie von Sabine Sauter (Stuttgart) und Ralph Appelbaum (New York/London). Aus den Entwürfen soll die endgültige Gestaltung des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst hervorgehen.

Das Kronprinzenpalais zeigt die Siegerentwürfe bis zum 19. September in einer Ausstellung. Im Zuge der Sparbeschlüsse war der Start des auf 550 Mio. Euro veranschlagten Projekts von 2011 auf 2014 verschoben worden. „Wir waren alle natürlich nicht glücklich über die Verschiebung des Baubeginns, aber Sie sehen, es geht weiter“, sagte Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, bei der Vorstellung der Entwürfe.

Der Schaden durch die Verschiebung halte sich aber in Grenzen. Parzinger: „Wir sind weiter im Gespräch mit der Bundesregierung.“ 

BZ, 29.8.2010