Stadtschloss-Vergabe wird überprüft

Stadtschloss-Vergabe wird überprüft

Auf dem Weg zum Stadtschloss gibt es einen neuen Stolperstein. Die Vergabe der Aufträge wird überprüft.

Der am Wettbewerb beteiligte Architekt Hans Kollhoff habe bei der dafür zuständigen Vergabekammer Bonn, die zum Kartellamt gehört, eine entsprechende Rüge, also einen Einspruch, gegen das Verfahren eingelegt, teilte der zuständige Staatssekretär im Bundesbauministerium mit.

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Experten des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) betonten am Mittwoch, es habe ein „klares Auftragsvergabeverfahren“ gegeben, das allen Wettbewerbsteilnehmern bekannt gewesen sei. Dazu gehörte auch die vorherige Festlegung, dass der Auslober des Wettbewerbs beabsichtigt, der Empfehlung des Preisgerichts vom Herbst 2008 zu folgen. Dementsprechend sei mit Stella im Juni 2009 der Vertrag abgeschlossen worden. Für die Bauausführung wurden ihm zwei renommierte Architektenbüros zur Seite gestellt: Hilmer & Sattler Albrecht für die Planung sowie von Gerkan, Marg und Partner für die Bauausführung. Ein Verfahren, das nach Ansicht der Experten des Bundes in solchen Fällen üblich ist.

In dem Vertrag mit Stella wurde einem Bundestagsbeschluss folgend eine Kostenobergrenze von 480 Millionen Euro festgeschrieben. Dazu sollen noch 80 Millionen Euro Spenden für die nachgebaute Barockfassade kommen. Der Bau soll von Herbst 2010 bis 2013 auf dem Berliner Schlossplatz, wo dafür der Palast der Republik aus DDR- Zeiten abgerissen wurde, errichtet werden.

BZ, 26.08.2009