Stadtschloss-Architekt Stella fordert mehr Geld

Stadtschloss-Architekt Stella fordert mehr Geld

Der mit dem Neubau des Berliner Stadtschlosses beauftragte Architekt Franco Stella hält das Kostenlimit von rund 552 Millionen Euro für zu niedrig. Er plädierte deshalb dem Nachrichtenmagazin „Focus“ gegenüber dafür, die bisherige Kalkulation zu überdenken. „Die Kuppel und das Portal im Eosanderhof sollten realisiert werden, auch wenn ihr Dekor im jetzigen Budget nicht enthalten ist“, sagte Stella.

Anstelle der Kuppel soll bislang nur ein Gerippe auf das Schloss gesetzt werden, das daran erinnern soll, dass weitere Spenden gebraucht werden, um eine Kuppel aufzusetzen.

 

Auch der Architekten- und Ingenieur- Verein zu Berlin (AIV) hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, die Kuppel über dem Eosanderportal zu rekonstruieren. Sie sei seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein markantes Erkennungsmerkmal gewesen, hieß es. Mit der Entscheidung zu einer äußeren historischen Rekonstruktion dürften „wesentliche Elemente dieses Gebäudes nicht verloren gehen“.

Die erste Überarbeitung seiner Wettbewerbspläne sei im Januar abgeschlossen, sagte Stella dem Nachrichtenmagazin, und solle dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der bisherige Entwurf lasse zudem die Möglichkeit zur Rekonstruktion bedeutender Innenräume offen: „Man sollte sie dann aber auch sehr getreu wiederherstellen.“

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ddp, Berliner Morgenpost, 06.12.2009