Soll der Senat Großplakate einschränken?

Soll der Senat Großplakate einschränken?

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Tatsächlich hat Junge-Reyers Attacke auf die großen Planen einen populistischen Zug. Das Land selbst habe doch mit der Großflächenwerbung begonnen, sagt Volker Härtig von der Stiftung Denkmalschutz. Vier Millionen Euro hat die Stiftung mit Plakatwerbung am Charlottenburger Tor eingenommen – Geld für die Wiederherstellung dieses Denkmals. Auch das Ersatzschloss mit dem Namen Humboldt-Forum ist nicht gerade ausfinanziert. Die zwanzig Meter hohe Info- Box, die die Firma Megaposter auf dem Schlossplatz errichten soll, darf mit einer Werbefläche ausgestattet werden. Megaposter-Chef Henrich wird schon ahnen, dass die neue Berliner Werbelinie zu Reibereien führen kann. Und Volker Nickel vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft spricht aus, was Henrich mit seiner Kritik am Senat andeutet: „Nicht durchdacht“ sei die Reform der Bauordnung – eine Sache mit „populistischem Charakter“.
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Der Tagesspiegel, 14.02.2010