Showdown mit dem Schlossherrn
Auf einer Pressekonferenz erneuerten die Palastfans Philipp Oswalt und Ulrike Steglich gestern ihre Vorwürfe gegen die Spendenpraxis des Fördervereins Berliner Schloss: Weil der Neubau kein Denkmal wäre, könne der Verein, der für Spenden für den Neubau werbe, nicht gemeinnützig sein. Für die Fassade könne noch gar nicht gespendet werden, da es noch keinen Bauherren gibt. Statt dessen würde ein Großteil der Gelder für Planungskosten verwendet, für die es keinen Auftraggeber gebe.
Einen Punktsieg konnte Boddien in Sachen Gemeinnützigkeit landen. Die sei ihm eben von der Senatsfinanzverwaltung bestätigt worden. Mit der Nutzung des Schlosses als Humboldt-Forum entstehe ein Bau, der der Kultur gewidmet ist. Spenden, die diesen Bau ermöglichen, sind also nicht steuerschädigend.
taz Berlin, 03.02.2006
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