Schmitz lobt Schloss-Rekonstruktion in Berlins Mitte
Kulturstaatssekretär André Schmitz hält die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses auf dem Schlossplatz für sinnvoll. Die Straße Unter den Linden werde zum großen Teil von nach dem Zweiten Weltkrieg rekonstruierten Gebäuden bestimmt, sagte Schmitz am Montag im RBB-Inforadio. Historisch habe am Endpunkt der Straße – gegenüber vom Brandenburger Tor – das Schloss gestanden, die gesamte Architektur sei darauf ausgerichtet, fügte Schmitz hinzu. Der Wiederaufbau des Stadtschlosses kommt diese Woche einen entscheidenden Schritt weiter. Am Freitag wird eine Jury den besten Entwurf für das neue Stadtschloss verkünden.
Das Gebäude soll nach einem Beschluss des Bundestages mit historischen Barockfassaden und in Originalgröße als Humboldt-Forum entstehen. In ihm sollen die außereuropäischen Sammlungen der Staatlichen Museen sowie die wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt-Universität präsentiert werden. In dem Wettbewerb sei es darum gegangen, das vorgegebene Äußere mit der neuen Nutzung zu verbinden, wie Schmitz sagte. Das sei «eine schwierige architektonische Aufgabe», fügte er hinzu. Zudem sei bekannt, dass solche Rekonstruktionen bei Architekten und Denkmalschützern in Deutschland immer noch schwer umstritten seien.
Das Humboldt-Forum sei ein «ganz großartiges Projekt», fügte Schmitz hinzu. Auf der Museumsinsel seien die europäischen Sammlungen von der Wiege der Europäischen Kultur in Griechenland bis ins 19. Jahrhundert zu sehen. Mit dem Schloss bekämen auf der anderen Straßenseite die außereuropäischen Sammlungen ihren Platz. Damit entstehe ein «Kulturzentrum, was seinesgleichen sucht in der Welt und worum uns die Welt beneiden wird».
Berliner Kurier, 24.11.2008
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