Rettig wird Geschäftsführer der Schlossstiftung

Rettig wird Geschäftsführer der Schlossstiftung

Ungeachtet des Gerichtsstreits um den Chefarchitekten Franco Stella ist am Dienstag eine weitere wichtige Personalentscheidung für den geplanten Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses gefallen. Der Architekt und Städteplaner Manfred Rettig (57) ist zum Geschäftsführer der „Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum“ bestellt worden, die den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses als Bauherrin leiten soll. Das teilte das Bundesbauministerium mit.

Rettig sei vom Stiftungsrat einstimmig zum Vorstand bestellt worden, der die Geschäfte führen soll. Die zweite Vorstandsposition soll in Kürze ausgeschrieben werden.

 

Der Vorstandsposten in der von der Bundesregierung beschlossenen Stiftung gilt nach dem des Chefarchitekten als wichtigstes Amt für den 550 Millionen Euro teuren Wiederaufbau des Schlosses, der von Herbst 2010 bis 2013/14 geplant ist und in dem vor allem Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz einziehen sollen. Der dafür zuständige Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sucht auch noch einen Mann, der die vielfältigen Veranstaltungen in der zentralen Halle des Humboldtforums koordinieren soll.

Rettig war in den 90er-Jahren Klaus Töpfers Mann für den Bonn-Berlin-Umzug und später von 2001 bis 2009 Geschäftsführer der Bundesbaugesellschaft Berlin. In dieser Funktion war er verantwortlich für die Bauten des Bundestages und für das Bundeskanzleramt im Spreebogen.

Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup, begrüßte das Votum für Rettig: „Ich freue mich, dass die Entscheidung einstimmig war. Mit Manfred Rettig hat die Stiftung einen ausgewiesenen Bauexperten an Bord, der das wichtige Kulturprojekt Humboldtforum erfolgreich voranbringen wird.“

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Berliner Morgenpost, dpa, 13.10.2009