Preußen-Krone stand in Köpenicker Garten rum

Preußen-Krone stand in Köpenicker Garten rum

Hier ein Bröckchen, da ein Bröckchen: Jetzt sind in einem Köpenicker Garten weitere Teile des Stadtschlosses aufgetaucht. Sie sollen in die Fassade des künftigen „Humboldt-Forums“ eingebaut werden.

 

Eine steinerne Krone, ein Löwen- und ein Engelskopf, zwei Widderköpfe, ein Adler und ein paar Ornamente: Die Teile hatte der Architekt Peter Neumayr 1950 nach der Sprengung des Schlosses geborgen und in seinen Garten geschafft.

Dort überdauerten die Sandstein-Kunstwerke die Jahrzehnte in der Obhut der Tochter des Architekten, Lisa K. (69). Jetzt aber informierte ihr Bruder den Berliner Restaurator Carlo Wloch – und der durfte die Steine abholen.

Sie sollen in die Fassade eingebaut werden, die vom Förderverein Berliner Schloss über Spenden bezahlt werden soll. Der Geschäftsführer des Vereins, Wilhelm von Boddien, stellt auch „Finderlohn“ für aufgespürte Schlossteile in Aussicht.

Sie sind nicht nur als fertige Fassadenteile interessant, sondern auch als Maßstäbe für die Steinmetze, die dann Größenvergleiche haben.

Berliner Kurier, 07.08.2009