Palast in Einzelteilen
Riesige Schubkähne mit rostigen Stahlträgern beladen, bieten in diesen Tagen auf der Spree ein Kontrastprogramm zur „Weißen Flotte“, die seit Ostern wieder verstärkt Flagge zeigt. Die Transportschiffe werden an der Ostseite des ehemaligen Palastes der Republik mit Schrott beladen, der beim Rückbau anfällt. Seit Februar 2006 laufen die Arbeiten, mit denen das Gebäude stadt- und umweltverträglich demontiert wird. Der Abbau, der Schritt für Schritt vonstatten geht und ursprünglich im Frühsommer 2007 abgeschlossen sein sollte, verzögert sich durch unerwartete Asbestfunde voraussichtlich bis Mitte/Ende 2008. Die Fläche, auf der einst das Berliner Stadtschloss stand, wird dann begrünt – als Zwischenlösung, bis die Bauarbeiten für das Humboldt-Forum beginnen können. Der Neubau wird dann die städtebauliche Lücke in Mitte schließen, die die Sprengung der Schlossruine 1950 hinterlassen hat.
Berliner Morgenpost, 25.03.2008
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