Neues Dokument nährt Zweifel an Eignung Stellas
Es sind nur zwei Blatt Papier, aber das Schriftstück aus Italien, ausgestellt am 14. September, ist hoch brisant: Das Dokument der Architektenkammer von Venetien könnte zu einem mitentscheidenden Papier in der Auseinandersetzung um die Zukunft des Schlossbaus in Berlin werden. An diesem Mittwoch jedenfalls werden sich Anwälte und Richter darüber beugen, sie werden es deuten und am Ende wird ein Beschluss stehen.
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Eine Passage des Dokuments wirft neue Fragen auf: Direkt angestellt waren die drei genannten Architekten nicht bei Stella selbst, sondern bei Estel, einer Firmengruppe des Bruders von Stella, mit der der Architekt einen mehrjährigen Werkvertrag geschlossen hatte. Die drei Architekten seien „betrieblich“ Estel zugeordnet, heißt es in dem Papier. Und noch etwas ist seltsam: Um renommierte Architekten handelt es sich bei den drei genannten nicht, ob sie ein entsprechendes Diplom haben, ist fraglich. Die Firmengruppe Estel ist zudem nicht für Architektur-Projekte bekannt, sondern für die Herstellung eleganter Möbelstücke. Dennoch ist für Stellas Anwalt klar: Das Schriftstück aus Italien bestätige die Position seines Mandanten.
Das Papier bestätigt Zweifel an der Kooperation mit Stella, die schon der frühere Präsident des Bundesbauamts, Florian Mausbach, geweckt hatte. In einem Brief an den Stiftungsrat des Humboldt-Forums klagte er vor wenigen Tagen: Sein Amt hätte Architekt Stella nicht prüfen dürfen. „Jeder Kontakt mit dem Architekten Stella“ sei dem Bundesamt vom Bundesbauministerium „untersagt“ worden.
Spiegel online, 30.11.2009
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