Neubau des Berliner Schlosses verzögert sich
Der Neubau des Berliner Stadtschlosses mit dem Humboldt-Forum wird statt im Jahr 2013 voraussichtlich erst 2016 abgeschlossen sein. Die Verlängerung sei angesichts der aktuellen Pläne realistisch, auch der Baubeginn müsse möglicherweise vom Herbst 2010 auf das Frühjahr 2011 verschoben werden, sagte Baustaatssekretär Engelbert Lütke Daldrup bei einer Präsentation der Baupläne in Berlin an.
Man rechne jetzt mit einer Bauzeit von fünf bis sechs Jahren, sodass die Arbeiten nicht unter Zeitdruck ausgeführt werden müssten.
Der weiterentwickelte Siegerentwurf des italienischen Architekten Franco Stella, an dem der Bund trotz juristischem Streit mit der Vergabekammer des Bundeskartellamts festhält, sieht einen erheblich größeren Raum für Veranstaltungen vor. Die Agora im Eosanderhof soll ein großer, offener Raum werden, in dem bis zu 1800 Stühle Platz hätten, sagte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger. Statt der bisher vorgesehenen Säulen sind offene Galerien geplant. Zudem wird es im Erdgeschoss des Eosanderhofes zwei Sonderausstellungsbereiche geben. Im Schlüterhof sei unter anderem Gastronomie vorgesehen.
Noch nicht entschieden sei die Form der Kuppel, sagte Lütke Daldrup. Die Wahl bestehe zwischen einer historischen und einer modernen Form, die die Kuppel nur noch andeutet. Eine historische Kuppel würde etwa 15 Millionen Euro mehr kosten. Wer das wolle, müsse sagen, woher das Geld kommen soll.
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Berliner Morgenpost, 27.10.2009
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