Kritik an den Berliner Plänen für Kunsthalle
Berlin sollte sich nach Ansicht der CDU-Bundestagsfraktion vorrangig um den Erhalt seiner Kultureinrichtungen kümmern, anstatt eine neue Kunsthalle für die Hauptstadt zu planen. Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Steffen Kampeter, sagte gestern, Berlin müsse zunächst „seine Hausaufgaben“ machen. „Das Berliner Unvermögen gefährdet Bundesgelder und private Investitionen.“
Kampeter nahm mit seiner Presseerklärung zum aktuellen Streit um die Sammlung Marx im Hamburger Bahnhof Stellung. Den hatte Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz am Mittwoch zum Anlass genommen, um den Wunsch der Hauptstadt nach einer eigenen Kunsthalle für zeitgenössische Kunst zu bekräftigen, was auch vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) unterstützt wird. Schmitz sagte, es sei die Hausaufgabe als Berliner Kulturpolitiker, das Geld in dieser Legislaturperiode zu besorgen und einen Ort zu bekommen, „der auch bezahlbar ist und der in Berlins Mitte sein muss.“ Ein Finanzierungskonzept gebe es aber noch nicht.
Die Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Monika Grütters unterstützt die Idee für eine neue Kunsthalle in Berlin. Sie biete die Möglichkeit, „neue Initiativen und spontane Ideen“ umzusetzen, sagte Grütters im Inforadio. Wünschenswert wäre auch die Mitfinanzierung durch private Geldgeber.
Berliner Morgenpost, 30.03.2007
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