Vier namhafte Architekturbüros sind in die Endrunde für die Gestaltung der Museen im Berliner Humboldt-Forum gekommen.
Das sind die Architektin Sabine Sauter und Partner (Stuttgart), das Berliner Büro Iglhaut + von Grote, das Büro Ralph Appelbaum Assoc. (New York/London) sowie das Düsseldorfer raumkontor Innenarchitektur (Jens Wendland). Aus den Entwürfen soll die endgültige Gestaltung des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst hervorgehen.
Der Schloss-Wiederaufbau nach den Plänen des italienischen Architekten Franco Stella liegt allerdings auf Eis. Das Bundeskabinett hatte im Zuge der Sparbeschlüsse den Start des auf 550 Millionen Euro veranschlagten Projekts von 2011 auf 2014 verschoben.
„Wir waren alle natürlich nicht glücklich über die Verschiebung des Baubeginns, aber Sie sehen, es geht weiter“, sagte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, am Samstag bei der Vorstellung der Entwürfe im Kronprinzenpalais. Der Schaden durch die Verschiebung des Baubeginns halte sich in Grenzen. „Wir sind weiter im Gespräch mit der Bundesregierung.“
Jedes der vier ausgewählten Büros erhält ein Preisgeld von 13 000 Euro. An dem Wettbewerb für die Gestaltung einer 17 500 Quadratmeter großen Fläche hatten sich 16 Architektur- und Designbüros beteiligt. Die Ausschreibung hatte bereits festgelegt, dass die Jury vier Entwürfe für die Endrunde aussuchen soll. Vor dem Votum für den Sieger wird der Bauherr nun mit den Kandidaten in Einzelgesprächen über Details der Ausführung beraten und sich dann entscheiden.
Die beiden Museen sollen im zweiten und dritten Obergeschoss angesiedelt werden. Auch die Humboldt Universität und die Berliner Landesbibliothek sind am Projekt beteiligt. Nach Bekanntgabe des Siegers werden die Entwürfe bis zum 19. September im Kronprinzenpalais Unter den Linden gezeigt.
dpa, 30.8.2010
Deutsch
English
Francais
