Geld ist gefragt keine Steine

Geld ist gefragt, keine Steine

Schloss-Spenden erwünscht
Ulrich Paul

Der Streit über den Umgang mit den Spenden für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses ist nach Angaben der CDU/CSU-Bundestagsfraktion geklärt. Der Abgeordnete Steffen Kampeter sagte gestern, das Bundesbauministerium habe im Bundestagshaushaltsausschuss mitgeteilt, dass es Geld für den Bau sehen wolle und nicht etwa fertige Teile der Fassade. Kampeter begrüßte die Entscheidung und forderte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf, möglichst schnell nach Lösungen zu suchen, die die Entgegennahme von Spendengeldern von Privaten und gemeinnützigen Vereinen ermöglichen. Der Konflikt war entstanden, weil der Förderverein Berliner Schloss nicht alle Spenden abführen will, sondern damit zumindest teilweise Arbeiten für die Rekonstruktion der Schlossfassade finanzieren möchte. Spenden sind nach Angaben des Fördervereins derzeit steuerlich nicht abzugsfähig, wenn sie an eine Behörde weitergeleitet werden. Nun ist als Lösung ein Stiftungsmodell im Gespräch. Für die Rekonstruktion der Schlossfassaden sollen 80 Millionen Euro gesammelt werden. (ulp.)

Berliner Zeitung, 30.05.2008