Gedenkmünze für das Berliner Schloss

Gedenkmünze für das Berliner Schloss

Uhren mit dem Motiv des Berliner Schlosses gibt es schon, genauso wie blaue Weihnachtskugeln aus Porzellan – bald kommt vielleicht noch eine Gedenkmünze hinzu, mit der Geld gesammelt werden soll für den 552 Millionen Euro teuren Wiederaufbau der früheren Hohenzollernresidenz.

Die Bundesregierung teilte jetzt auf eine Anfrage der Grünen mit, dass sie es „grundsätzlich für denkbar“ halte, „die Fertigstellung des Projekts mit der Ausgabe einer Zehn-Euro-Gedenkmünze zu würdigen“. Dies werde jedoch ohne haushaltsrechtliche Zweckbindung geschehen. Welcher Anteil des Gewinns an das Projekt ginge, bleibt damit offen. Die Bundesregierung schließt auch nicht aus, dass eine Briefmarke zum Thema „Berliner Schloss“ herausgegeben wird. Allerdings würden sich hieraus keine Mittel für das Projekt einnehmen lassen, da die Einnahmen der Deutschen Post zufließen.

Der Bau des neuen Schlosses (Humboldt-Forum) soll im Jahr 2010 beginnen. Im Jahr 2014 soll das Gebäude eröffnet werden und als Museum, Bibliothek und kultureller Veranstaltungsort dienen. 80 Millionen Euro sind für die Rekonstruktion der Barockfassaden an der Nord-, West- und Südseite des Schlosses sowie im Schlüterhof veranschlagt. Der Förderverein Berliner Schloss hat zugesagt, die 80 Millionen Euro aus Spenden aufzubringen, bisher hat der Verein gut zehn Millionen Euro eingenommen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die 80 Millionen Euro für die Schlossfassaden rechtzeitig eingehen, wie sie auf die Anfrage der Grünen mitteilte. Rechtzeitig bedeute, dass die Spenden entsprechend dem Baufortschritt des Humboldt-Forums fließen.

(.,.)

Berliner Zeitung, 21.07.2009