Funde beleben Debatte um Aufbau neu

Funde beleben Debatte um Aufbau neu

Die jetzt entdeckten und freigelegten Fundamente des historischen Berliner Stadtschlosses müssen nach den Worten von Kulturstaatssekretär André Schmitz «unbedingt in den Wiederaufbau mit einbezogen werden». Schmitz zeigte sich «hocherfreut» über die Freilegung der Fundamente des Eosander-Portals und anderer Bodenreste wie die des Schlosskellers. «Ich habe mich immer zum Wiederaufbau des Stadtschlosses bekannt und dann gehört es zur intellektuellen Redlichkeit, gefundene Schlossreste mit einzubeziehen», sagte Schmitz am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa zu den Medienberichten über die jüngsten archäologischen Funde.

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Wenn 2010 alles ausgegraben sei, müssten sich alle Beteiligten noch einmal zusammensetzen und darüber sprechen, wie dieses historische Baudenkmal als integraler Bestandteil des wiederaufgebauten Stadtschlosses berücksichtigt werden könne. «Das ist eine große Attraktion für die künftigen Schlossplatz-Besucher, die auch Stadtgeschichte erzählt und sie plastisch vor Augen führt.» Schmitz erinnerte in diesem Zusammenhang an die «begehbaren und einsehbaren archäologischen Fenster» in der Dresdner Frauenkirche. So ähnlich könne das auch in der Hauptstadt realisiert werden.

Naumburger Tageblatt, 17.08.2009