Finale beim Palast-Abriss
Vergangenheit und Zukunft treffen am Schloßplatz jetzt direkt aufeinander: Mit den Abrissarbeiten an den Resten des einstigen DDR-Palastes der Republik ist Donnerstag auch der erste Bauabschnitt für die Zwischennutzung des Platzes als Freizeitareal eröffnet worden.
Gleichzeitig kann der Platz bis zum Baubeginn des Humboldt-Forums mit den barocken Schlossfassaden 2010 auch als archäologische „Fundgrube“ mit den freigelegten historischen Resten des Stadtschlosses und alter Klosteranlagen genutzt werden.
Erst in der vergangenen Woche war der benachbarte und nach altem Vorbild wiederhergestellte Schinkelplatz der Öffentlichkeit übergeben worden. Auch die Planungen für einen künftigen U-Bahnhof Schloßplatz müssen an diesem Ort berücksichtigt werden.
Neben der temporären Kunsthalle, die in der kommenden Woche eröffnet wird, entstehe jetzt ein attraktiver und vielfältig nutzbarer Stadtraum, betonte gestern Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. Das Areal wird durchzogen von begehbaren, hölzernen Passagen, die an den archäologischen Grabungsflächen entlangführen, und verschiedenen Rasenflächen. Neben Schotterrasenflächen ist eine Begrünung mit Spiel- und Sportrasen geplant. Informationstafeln geben Auskunft über die Geschichte des Ortes, den Abriss des Palastes der Republik und die Planungen zum Humboldt-Forum an dieser Stelle.
Berliner Morgenppst, 24.10.2008
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