Ex-Hauptstadtplaner soll Beauftragter für die Schloss-Stiftung werden

Ex-Hauptstadtplaner soll Beauftragter für die Schloss-Stiftung werden

Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses wird wahrscheinlich von dem Mann geleitet, der bereits den Berlin-Umzug von Bundesregierung und Bundestag vor zehn Jahren erfolgreich gemanagt hat. Das Bundesbauministerium habe den früheren Geschäftsführer der Bundesbaugesellschaft Berlin (BBB), Manfred Rettig, jetzt zum «Beauftragten zur Errichtung der Stiftung Berliner Schloss – Humboldt-Forum» bestellt, die als Bauherrin des 552 Millionen Euro teuren Projekts fungieren soll, berichtet die Berliner Zeitung (Donnerstagausgabe).

Die Berufung gilt als wichtige Vorentscheidung für die Besetzung des Geschäftsführer-Postens im Vorstand des Stiftungsrats, wie es hieß. Diese Position sei nach der des Chefarchitekten das wichtigste Amt für den Wiederaufbau des Schlosses. Rettig wurde bislang schon als Anwärter für den Posten gehandelt. Bis Anfang des Jahres stand er der Bundesbaugesellschaft Berlin vor. Nachdem diese aufgelöst wurde, wird nach einer neuen Verwendung für den Spitzenbeamten gesucht, der 1995 unter Bauminister Klaus Töpfer (CDU) als Stabsstellenleiter nach Berlin gekommen war.

Außer Rettig wird der Zeitung zufolge der frühere Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Florian Mausbach, als möglicher Kandidat für den Geschäftsführerposten der Stiftung gehandelt. Wer den begehrten Geschäftsführerposten erhält, entscheidet der 14-köpfige Stiftungsrat der Schloss-Stiftung. «Der Stiftungsrat wird sich im September konstituieren und die Weichen stellen für die zügige Besetzung des Vorstandes», sagte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) der Zeitung.

ddp, ad-hoc-news.de, 29.07.2009