Einzigartiger Ort für die Kunst und Kulturen der Welt

Einzigartiger Ort für die Kunst und Kulturen der Welt

Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses wurde in den vergangenen 15 Jahren viel diskutiert. 2002 beschloss die Mehrheit des Bundestages, dass Nord-, West- und Südfassade sowie der Schlüterhof wieder aufgerichtet werden sollen. Dahinter verbirgt sich in Zukunft das Humboldt-Forum, ein Schloss für die Künste und Kulturen der Welt. Wissenswertes über die Zukunft aber auch die Geschichte des einstigen Hohenzollern-Sitzes erfahren die Schweriner vom morgigen Donnerstag an beim Bummel durchs Schlosspark-Center. Die Schweriner Shopping-Meile unterstützt den Förderverein Berliner Schloss. Sie zeigt vom 28. August bis zum 6. September eine spannende Bilder-Ausstellung und ruft gleichzeitig zum Spenden auf. Filmvorführungen und Internetpräsentationen klären über das Vorhaben „Wiederaufbau des Berliner Schlosses“ auf. Weitere Fragen können in Gesprächen mit den Betreuern der Aktion diskutiert werden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Berliner Stadtschloss zwar schwer zerstört, doch sein Ende besiegelte erst Walter Ulbricht, der 1950 die Sprengung zu Gunsten eines riesigen Aufmarschplatzes befahl. „Seitdem hat die Stadt an dieser Stelle Phantomschmerzen“, so Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer des Fördervereins.

1993 machte der Förderverein Berliner Schloss mit der Errichtung einer 1:1-Simulation am originalen Standort Furore. Seitdem kehrte das Schloss verstärkt in die Erinnerung der Berliner zurück. Eine fast zehnjährige, intensiv geführte Debatte endete 2002 mit dem politischen Votum für das Humboldt-Forum. 2007 wurde ein erster Zahlungsabschnitt von 105 Millionen Euro bewilligt. „In Berlin Mitte entsteht jetzt mit dem Humboldt-Forum ein einzigartiger Ort der Weltkunst und -kulturen“, schwärmt Wilhelm von Boddien. „Hauptträger des Forums sind die Sammlungen der Staatlichen Museen Berlin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die auf der Schlossinsel zusammengefasst werden.“

Der Förderverein Berliner Schloss hat sich auf die Fahne geschrieben, 80 Millionen Euro zu den Gesamtbaukosten von 552 Millionen Euro für die originalgetreue Rekonstruktion der barocken Schlossfassaden und des Schlüterhofes mit einer groß angelegten Spendensammlung beizusteuern.

Schweriner Volkszeitung, 27.08.2008