Die Berliner Stadtlandschaft: ein Schloss
Leserbrief:
(…)
Wo bleiben die Beiträge jener Leute, die Jahresgehälter beziehen, deren Fülle sie kaum noch sinnvoll anzulegen wissen? Wie bleibt angesichts einer solchen abtastenden Äußerung die zu erwartende allgemeine öffentliche Entrüstung? Hier ist endlich eine hochherzige gemeinsame Aufgabe erwachsen. Warum wird diese verbindende Gelegenheit zum einigenden Wohl des Ganzen so wenig genutzt? Wenn unsere Gesellschaft nicht beängstigenderweise im Innersten erschüttert wäre, würde das Schloss schon längst fertig dastehen, und zwar mit allen repräsentativen Räumen, denn die technischen Möglichkeiten hierzu sind gegeben; es fehlt lediglich der Wille.
Es wäre eine vornehme Aufgabe für die Kanzlerin selbst, dieses als ein ehrgeiziges und verpflichtendes Anliegen zu ihrer persönlichen Aufgabe zu machen, da die Möglichkeiten eines Bundespräsidenten als zu eingeschränkt dafür erscheinen.
FAZ, 12.03.2010
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